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Petition gegen Schließung

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Von: Silvia Bielert

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Der Siemens-Konzern will die Belegschaft am Freitag über die Zukunft des Offenbacher Standorts informieren. Derzeit kursieren Grüchte zu einer möglichen Standortschließung.

Am Freitagmorgen will der Siemens-Konzern seinen Beschäftigten am Offenbacher Standort mitteilen, wie es für sie weitergeht und was an den Gerüchten zur Standortschließung dran ist. In einer Pressemeldung kündigten die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat gestern an, „Gegenwehr zu organisieren“.

„Die Gerüchte über einen unmittelbar bevorstehenden Kahlschlag bei Siemens sind alarmierend und betreffen auch unseren Standort massiv“, sagte Betriebsratsvorsitzender Matthias Tiessen. „Die Offenbacher verstehen die Welt nicht mehr, da wir bis Ende des nächsten Jahres volle Auslastung haben und dabei höchst erfolgreich die Großkraftwerksprojekte in Ägypten realisieren. Wir sprechen von Milliardenprojekten mit erheblichen Chancen und Risiken.“

IG-Metall-Bevollmächtigte Marita Weber wertet die Ankündigung betriebsbedingter Kündigungen durch den Technologiekonzern in der vergangene Woche als „Anzeichen für eine schlechte Botschaft“.

Der Betriebsrat hat unterdessen eine Petition gestartet. Die Standortschließung ist „für mich wirtschaftlich nicht nachvollziehbar und ein herber Verlust für die Stadt“, wird Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) gestern in einer Pressemeldung zitiert. Das Unternehmen habe in Offenbach eine über 40-jährige Tradition und beschäftige 800 Mitarbeiter. Er wirbt dafür, das Fachpersonal in anderen Aufgabenfeldern des Konzerns einzusetzen – in Offenbach.

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