Kämmerer Peter Freier (50) will Oberbürgermeister werden.
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Kämmerer Peter Freier (50) will Oberbürgermeister werden.

Obermürgermeisterwahl

Peter Freier einstimmig nominiert

  • vonFrank Sommer
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Peter Freier tritt für die Christdemokraten bei der Offenbacher Oberbürgermeisterwahl an.

XXL – Oberbürgermeister für Offenbach“ prangt auf dem Plakat: Mit einer ordentlichen Portion Selbstironie geht Peter Freier für die Offenbacher Christdemokraten ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. „Ein XXL-Format zu haben, hat auch Vorteile: die Standhaftigkeit“, sagt Freier augenzwinkernd. Einstimmig haben die 40 Delegierten des Kreisparteitags Freier am Mittwoch zum Kandidaten für die Wahl am 10. September gekürt.

Für die CDU ist es der zweite Nominierungsparteitag innerhalb von vier Monaten: Sieben Tage vor Weihnachten hatte die CDU erst Jutta Nothacker zur Kandidatin bestimmt – und mit der Nominierung gleichzeitig auch den OB-Wahlkampf eröffnet. Anfang März wurde aber bei Nothacker eine schwere Erkrankung diagnostiziert. Sie musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Die 55-Jährige zog daraufhin ihre Kandidatur zurück.

Ursprünglich habe er sich auf das Amt des Kämmerers konzentrieren wollen, das er seit Mai inne hat, sagt Freier. Als Nothacker ausfiel, habe er sich mit seiner Frau beraten und dann entschieden, sich als Kandidat zur Verfügung zu stellen.

„Er ist der einzige waschechte Offenbacher unter den Kandidaten“, sagt CDU-Chef Stefan Grüttner mit Blick auf die bisher vier Mitbewerber Felix Schwenke (SPD), Peter Schneider (Grüne), Helge Herget (Piraten) und Christin Thüne (AfD). Die Richtung ist beim Parteitag auch schnell vorgegeben, Hauptgegner ist der SPD-Kandidat.

„Als Oberbürgermeister hätte ich die Koalition hinter mir und könnte umsetzen, was ich verspreche, statt nur zu erzählen, was ich gern tun würde“, sagt Freier. Im Falle einer Wahl würde er als Oberbürgermeister und Kämmerer agieren. Auf den Slogan der SPD zum OB-Wahlkampf, man müsse „Offenbach können“, entgegnet Freier: „Ich kann Offenbach, ich bin seit 50 Jahren echt Offenbach und kenne die Stärken und Schwächen der Stadt.“

Freier trat bereits im Jahr 2011 bei der Oberbürgermeisterwahl an, unterlag aber damals dem amtierenden OB Horst Schneider (SPD) mit 42 zu 58 Prozent – bei einer Wahlbeteiligung von gerade einmal 24,3 Prozent. Für die Wahl am 10. September gibt Freier kein festes Zahlenergebnis vor, sein Ziel sei, „die Wahl zu gewinnen“.

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