Die Intensivstation der Uniklinik ist vorübergehend geschlossen.
+
Die Intensivstation der Uniklinik ist vorübergehend geschlossen.

Uniklinik Frankfurt

Patient hatte zwei verschiedene Keime

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Die Frankfurter Uniklinik wusste bei der Verlegung des betroffenen Patienten offenbar nur von einem der tödlichen Erreger.

Der mit Keimen besiedelte Uniklinik-Patient war vor seiner Verlegung nach Frankfurt am Sana-Klinikum Offenbach behandelt worden.

Der Mann sei am 20. März mit einem „Ertrinkungstrauma“ eingeliefert worden, nachdem er in Frankfurt aus einem Bach gerettet worden war, teilte eine Sana-Sprecherin auf Anfrage mit. Bei der Aufnahme sei er auf resistente Keime untersucht worden, vier Tage später habe das Labor informiert, dass er mit einem sogenannten 3-MRGN-Keim besiedelt sei. Die Antibiotikatherapie sei daraufhin erweitert worden. Als der Patient am Abend des 25. März an die Uniklinik verlegt wurde, sei diese über die 3-MRGN-Resistenz informiert worden.

Drei von fünf Betroffenen sind tot

Was zu dieser Zeit noch nicht bekannt war: Der Mann war auch mit 4-MRGN besiedelt. Darüber wurde das Klinikum Offenbach nach eigenen Angaben erst am 28. März durch das Labor informiert und gab die neue Erkenntnis umgehend an die Frankfurter Kollegen weiter. Dort war der Keim später bei vier weiteren Patienten festgestellt worden. Drei der fünf Betroffenen sind gestorben, laut Uniklinik jedoch nicht an den Keimen.

Nach Auskunft der Uniklinik hat sich an der aktuellen Situation nichts geändert. Die Intensivstation wird demnach weiter gereinigt; der Bach fällt als Quelle für den Keim aus. (jur)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare