Wer sein Auto auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Friedel an der Offenbacher Gerberstraße abgestellt hat, sollte sich beeilen: Ab 1. Juli wird abgeschleppt. Darauf weisen seit einigen Tagen Verkehrsschilder und neonfarbene Zettel auf den Autos hin. Rund 35 Wagen stehen auf dem privaten Gelände, fast 20 sind nicht zugelassen. In ihnen und auf den hinteren Teil des Geländes schlafen immer wieder Menschen, hinzu kommen Müll und Benzingestank. Das alles neben einem Kindergarten und der Mathildenschule.
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Wer sein Auto auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Friedel an der Offenbacher Gerberstraße abgestellt hat, sollte sich beeilen: Ab 1. Juli wird abgeschleppt. Darauf weisen seit einigen Tagen Verkehrsschilder und neonfarbene Zettel auf den Autos hin. Rund 35 Wagen stehen auf dem privaten Gelände, fast 20 sind nicht zugelassen. In ihnen und auf den hinteren Teil des Geländes schlafen immer wieder Menschen, hinzu kommen Müll und Benzingestank. Das alles neben einem Kindergarten und der Mathildenschule.

Friedelgelände wird abgesperrt

Das Ordnungsamt räumt auf

  • Wiebke Rannenberg
    vonWiebke Rannenberg
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Rund 35 Autos und Autowracks stehen auf dem privaten Gelände an der Ecke Gerber-Mathildenstraße. Jetzt wird abgeschleppt - und eine Initiative will dort Blumen pflanzen.

Wer sein Auto auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Friedel an der Gerberstraße abgestellt hat, sollte sich beeilen: Ab 1. Juli wird abgeschleppt. Darauf weisen seit einigen Tagen Verkehrsschilder und neonfarbene Zettel auf den Autos hin.

Rund 35 Wagen stehen auf dem privaten Gelände an der Ecke Gerberstraße/Mathildenstraße, fast 20 sind nicht zugelassen. In ihnen und auf den hinteren Teil des Geländes schlafen immer wieder Menschen, hinzu kommen Müll und Benzingestank. Das alles neben einem Kindergarten und der Mathildenschule.

Seit Jahren ärgern sich Anwohner, Ordnungsamt und Polizei über das verwahrloste Gelände am Rande der Innenstadt. Das soll sich jetzt ändern. Am Donnerstag will die Stadt das Eckgrundstück mit Fahrradbügeln abriegeln, der ESO wird am Tag zuvor noch einmal gründlich aufräumen.

Zu rechtfertigen sei diese staatliche Aktion auf einem Privatgelände, weil sich der Eigentümer nach Presseberichten zwar per Mail gemeldet habe, auf Gesprächsangebote aber nicht eingegangen sei, sagt Frank Weber, Vize-Leiter des Ordnungsamts. Zudem sei die Zwangsversteigerung für den Herbst angesetzt. Nun müsse die Stadt tätig werden, um vorbeugend Gefahren abzuwehren und die Sicherheit der Kinder zu gewähren, sagt Weber.

Hocherfreut zeigt sich die Gruppe "Wir im Mathildenviertel". Nun können die rund 20 Engagierten ihre Pläne umsetzen: Aus dem Parkplatz ein Nachbarschaftsprojekt zu machen. Dort könnten Menschen ihren Liegestuhl aufstellen, Blumen pflanzen, Kaffee trinken, spielen und grillen, sagt Pfarrerin Patrizia Paschalis und verweist auf Nachbarschaftsprojekte, die in New York Brachflächen übergangsweise nutzen.

Leider begännen jetzt die Ferien, so dass sich die Schule vorerst nicht beteiligen könne. Doch Nachbarn, darunter die ehemaligen Obdachlosen aus der Teestube, hätten schon gesagt, dass sie den Platz beleben wollen. "Jeder, der eine Idee hat, ist willkommen", sagt die Pfarrerin. Wenn es dort Leben gebe, werde der Platz nicht wider zugemüllt.

Wie lange das Projekt laufen kann, ist aber unklar. Denn der Gläubiger des Besitzers hat die Hamburger Immofori AG mit der Wahrung seiner Ansprüche beauftragt. Real-Estate-Manager René Bollmann sagt, es gebe bereits mehrere Interessenten für die Zwangsversteigerung. Diese wollten dort wahrscheinlich Wohnungen und ein Geschäft bauen. Um das Gelände bis zur Zwangsversteigerung in gutem Zustand zu halten, hat sich Immofori bereiterklärt, die Kosten für die Poller zu bezahlen.

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