Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Stadtbücherei in Offenbach soll aus dem Büsingpalais in die Innenstadt ziehen.
+
Die Stadtbücherei in Offenbach soll aus dem Büsingpalais in die Innenstadt ziehen.

Offenbach

Offenbacher Konzept mit Vorbildcharakter

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
    schließen

Für das Projekt „Station Mitte“ und den Plan, die Stadtbibliothek in die Innenstadt zu verlagern, erhält die Stadt Offenbach den Kommunalpreis und eine Million Euro aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt.“

Seit längerem mehren sich die Stimmen der Befürworter, die Offenbacher Stadtbibliothek aus einem Flügel des Büsingpalais in die Innenstadt zu verlagern. Seit Mittwoch bekommt das Vorhaben neuen Rückenwind. Im Rahmen des hessischen Landesprogramms „Zukunft Innenstadt“ hat das Projekt „Station Mitte“ mit der Idee der Verlagerung und Aufwertung der Stadtbücherei in der Innenstadt als sogenannter „Dritter Ort“ den Kommunalpreis gewonnen. Damit verbunden ist eine Fördersumme in Höhe von einer Millionen Euro.

„Es ist eine sehr, sehr große Freude, dass die gemeinsame Arbeit jetzt hier so viel Anerkennung von Außen erfährt“, sagte Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD). Das Zukunftskonzept Innenstadt war eines der allerersten Themen, dass er als OB „in engem Schulterschluss“ mit der IHK, dem Handel und der Bürgerbeteiligung angegangen sei.

Das Land Hessen verteilt insgesamt 27 Millionen Euro an 110 Kommunen

Der zweite Preis und 750 000 Euro geht an die Stadt Rüsselsheim für ihr Konzept „Innenstadterlebnis durch Begegnung.“ Der dritte Platz und 500 000 Euro gehen nach Eschwege. Weitere 107 Kommunen erhalten je 250 000 für die Aufwertung ihrer Ortszentren.

Statt der ursprünglich zwölf Millionen Euro aus den Mitteln des Neuen Hessenplans wurden 27 Millionen Euro ausgeschüttet. Bis 2023 stehen 40 Millionen Euro zur Verfügung. „In jeden der 21 Landkreise und in alle fünf kreisfreien Städte fließen damit Fördermittel für lebendige Zentren“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Die Stadtbibliothek will ihre Publikumsfläche von 1100 auf 4500 Quadratmeter erhöhen

Die „Station Mitte“ in Offenbach ist als öffentlicher Raum für Bildung und soziales Miteinander rund um Bücher, digitale Medien und Kultur vorgesehen. Eine zentrale Rolle soll dabei die Stadtbibliothek spielen, deren digitale Modernisierung und Erweiterung notwendig ist. Die Publikumsfläche beträgt derzeit 1100 Quadratmeter, benötigt werden aber rund 4500. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll geprüft werden, ob eine Verlagerung in die Innenstadt möglich ist

„Modellhaft ist, dass die Stadt ein Zukunftskonzept für die Innenstadt beschlossen hat. Das für den Kommunalpreis vorgeschlagene Schlüsselprojekt, eine Bibliothek als ,Dritter Ort‘, hat großes Potenzial zu einem Modellprojekt für andere Städte zu werden“, heißt es in der Urteilsbegründung der Jury. Das hybride Nutzungskonzept trage zu einer neuen Nutzungsmischung der Innenstadt bei und zeige auf, wie Innenstädte durch neue Erlebnisräume ihre Attraktivität stärken könnten.

Offenbacher CDU sieht möglichen Umzug kritisch und befürwortet Verbleib

Die Offenbacher CDU sieht die Erweiterungsmöglichkeiten des jetzigen Standorts der Bibliothek nicht ausreichend geprüft. „Eine Neuaufstellung der Stadtbibliothek im Innenstadtbereich ohne den mühsam aufgebauten kulturellen Kontext wird das gewünschte Publikum nicht finden und keine wie auch immer gewünschte Aufwertung bewirken“, befürchtet sie in einem Antrag, der am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung steht.

Die Stadt hatte im August mitgeteilt, dass eine Erweiterung am aktuellen Standort nicht möglich sei. „Den Stadtverordneten liegen keine Ergebnisse der Variante vor“, kritisiert die Union. „Eine moderate Erweiterung am Ort nur bis zur historischen Straßengrenze sollte die Vorteile des Weiterbestands des Kulturkarrees in seiner angedachten Form mit der Erfüllung der Ansprüche verbinden.“ Daher sei es nicht nur die sinnvollste, sondern auch die günstigere Variante.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare