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Offenbacher Haus der Stadtgeschichte kauft seltene Karikaturen an

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Von: Anja Laud

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Der Abgeordnete Gustav Adolf Rösler von Oels als „Reichskanarienvogel“.
Der Abgeordnete Gustav Adolf Rösler von Oels als „Reichskanarienvogel“. © Haus der Stadtgeschichte

Die Lithographien waren im Jahr 1848, zur Zeit des ersten deutschen Parlaments, in Offenbacher und Frankfurter Verlagen erschienen.

Jürgen Eichenauer, Leiter des Hauses der Stadtgeschichte in Offenbach, konnte im Kunsthandel zehn seltene Lithographien erwerben, die im Jahr 1848, zur Zeit des ersten deutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche, in Offenbacher und Frankfurter Verlagen erschienen. Bei den erworbenen Blättern hat lediglich der Zeichner Alfons von Boddien mit seinem Namen signiert, der selbst Mitglied der Nationalversammlung war. Er hat den Abgeordneten Gustav Adolf Rösler von Oels als „Reichskanarienvogel“ mit dem Schriftzug „Singt wenig, spricht viel, und lebt von Diäten“ verewigt. Die Pressefreiheit, die diese Bilder möglich machten, endeten damals abrupt. „Diese Karikaturen mahnen uns, wie zerbrechlich Demokratie sein kann, wenn wir uns nicht alle jeden Tag für deren Bestehen einsetzen“, sagte OB Felix Schwenke (SPD).

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