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Neuer Lieferdienst „Wolt“ startet in Offenbach

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Von: Alexander Gottschalk

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Ab Juni flitzen auch Kuriere mit blauen Rucksäcken durch Offenbach. Der finnische Essenslieferservice „Wolt“ expandiert. Was bietet er an?

Offenbach - „Lieferando“, „Flink“ & Co. bekommen Konkurrenz in Offenbach. Ab Mittwoch (1. Juni) startet der Lieferservice „Wolt“ in der hessischen 140.000-Einwohner-Stadt. Für das finnische Unternehmen ist es der zwölfte Standort in Deutschland. Im benachbarten Frankfurt sind die Kuriere mit den blauen Rucksäcken bereits seit Anfang 2021 unterwegs.

Über „Wolt“ können Offenbacher zukünftig Essen im Restaurant, aber auch Wein oder Eiscreme bei örtlichen Einzelhändlern ordern – und dann entweder liefern lassen oder selbst abholen. Perspektivisch will die Tech-Firma eigenen Angaben nach auch Blumen, Medikamente und mehr ausfahren. Bestellt wird per App, die es für Android-Smartphones und Apple-Geräte gibt.

Offenbach: Lieferservice „Wolt“ fährt zunächst nur ausgewählte Gebiete an

In Offenbach umfasst das Liefergebiet zunächst den Bereich rund um die Kaiserstraße und die Waldstraße. Im Osten reicht es bis an den Bahnhof Offenbach Ost und im Westen schließt es den Dreieich-Park mit ein, wie „Wolt“ am Dienstag (31. Mai) mitteilte. Anfangs arbeite man mit einer „Auswahl“ an Restaurants und Geschäften zusammen.

Die Fahrer des Essenslieferdienstes „Wolt“ sind ab Juni 2022 in Offenbach unterwegs.
Die Fahrer des Essenslieferdienstes „Wolt“ sind ab Juni 2022 in Offenbach unterwegs. © Wolt/Presseveröffentlichung

Zu den ersten „Wolt“-Partnern in Offenbach zählen beispielsweise „Tri Am“, „Ovelos“, „Damaskus Falafel Haus“, „YA Sweets Ice & More“ und verschiedene Kioske. In den nächsten Monaten will der Lieferdienst sein Angebot ausbauen. Dank des US-Rivalen „Uber Eats“ ist der Lieferservice-Markt in Offenbach seit Februar noch umkämpfter als zuvor.

Offenbach: Lieferservice „Wolt“ sieht sich als „Fairplayer“

Geld verdient „Wolt“ über die Provision, die das Start-up für jede Bestellung kassiert. Branchenweit üblich sind 20 bis 30 Prozent des Bestellbetrags bei Lieferungen. Noch 2020 warnte deshalb der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Gastronomen vor einer Zusammenarbeit mit „Wolt“, „Lieferando“ & Co.

In „den meisten Ländern“ sei das Unternehmen „profitabel“, sagte Patrick Dümer im Sommer 2021 zu fr.de. Er verantwortet das Geschäft von „Wolt“ in Deutschland, wo das Ziel zunächst sei, schnell zu wachsen. Man wolle dennoch ein „Fairplayer“ sein, sagt er. Anders als bei Teilen der Konkurrenz sind die Kuriere angestellt. Vor einem Jahr gab es in Frankfurt bereits 300 von ihnen. (ag)

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