Streichholzkarlche auf dem Wilhelmsplatz: So wenig ist hier selten los.  
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Streichholzkarlche auf dem Wilhelmsplatz: So wenig ist hier selten los.  

Offenbach

Offenbach: Umfrage am Wilhelmsplatz startet bald

  • Fabian Scheuermann
    vonFabian Scheuermann
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Ein Institut aus Mainz soll spätestens ab 4. August mit der ersten von drei Umfragen am Wilhelmsplatz in Offenbach starten, die die testweise Sperrung der Seitenstraßen dort begleiten sollen.

Offenbach. Das Mainzer Umfrage-institut LQM soll spätestens ab 4. August ermitteln, wie Gewerbetreibende, Kunden und Anwohner am Wilhelmsplatz zu der geplanten Verkehrsberuhigung der östlichen und westlichen Seitenstraßen stehen. Weitere Umfragen sind während und nach der testweisen dreimonatigen Sperrung der Straßen für den motorisierten Durchgangsverkehr geplant. Die Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern hatte die Sperrung jüngst beschlossen und den Magistrat mit der Umsetzung beauftragt.

Ziel ist es, den Menschen zu Marktzeiten beim Besuch des Platzes die Möglichkeit zu geben, Corona-bedingt mehr Abstand zu halten. Auch soll die Sperrung die Aufenthaltsqualität steigern. Unter anderem Gewerbetreibende hatten aber Bedenken geäußert.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) hatte Anfang der Woche mit dem beauftragten Institut Marktbeschicker, Gastronomen, Einzelhändler sowie die IHK eingeladen, um über die bevorstehende Umfrage zu informieren. Es konnten auch Anregungen für die Ausarbeitung des Fragebogens eingebracht werden.

Ein Ergebnis der Veranstaltung war laut Stadt der Hinweis, dass sich die Kundenstruktur am Markt im Laufe des Tages ändere: Morgens und am Vormittag kämen viele mit dem Auto, ab mittags eher Kleineinkäufer und jene, die anschließend noch in Restaurants gehen. „Dieser Aspekt ist in der bisherigen Debatte noch nicht ausreichend berücksichtigt worden“, sagte Schwenke.

Die SPD hatte gefordert, die Seitenstraßen an allen Tagen außerzu Marktzeiten zu sperren. Und die CDU hatte angeregt, die Umfragen von der Verwaltung durchführen zu lassen – um Zeit zu sparen. Doch auch der Koalitionspartner FDP fand die Beauftragung eines externen Instituts sinnvoller. „So etwas macht man normalerweise professionell“, sagte Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) der FR.  

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