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Mehr Platz für Fußgänger und der Brunnen in der Mitte. So soll der Marktplatz im Juni 2022 aussehen. Foto: Stadt Offenbach
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Mehr Platz für Fußgänger und der Brunnen in der Mitte. So soll der Marktplatz im Juni 2022 aussehen.

Offenbach

Offenbach: Umbau des Marktplatzes beginnt im April

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Nach etlichen Verzögerungen beginnt das langersehnte und 5,5 Millionen Euro teure Bauvorhaben und soll 14 Monate dauern. Es soll mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geben.

In der Kindheit von Paul-Gerhard Weiß (FDP) war der Marktplatz in Offenbach noch ein echter Platz. „In den 60er und 70er Jahren musste er, dem Zeitgeist geschuldet, dem Straßenraum weichen“, sagte der 62-jährige Planungsdezernent am Mittwoch. Aktuell verdiene der Marktplatz den Namen eigentlich gar nicht. Das soll sich nach etlichen Verzögerungen und Änderungen an den Plänen ändern. Am 8. April können die Umbauarbeiten am Marktplatz beginnen.

„Wir wollen es möglichst schnell durchziehen“, sagte Weiß. Statt der ursprünglich vorgesehenen 22 Monate sollen die Pläne in 14 Monaten umgesetzt werden. Das wird möglich, weil die Stadt ihre Konzeption überarbeitet und den Bereich Bieberer Straße bis zum Wilhelmsplatz aus den Planungen rausgenommen hat. „Es hing am seidenen Faden“, sagte Weiß. Das von der Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung gestellte Budget von 5,5 Millionen Euro sei voll ausgereizt worden. 1,48 Millionen Euro der Umbaukosten werden auf die Anlieger am Marktplatz, das sind 13 Eigentümer mit 16 Grundstücken, umgelegt. Dazu kommen zwei Millionen Euro an Fördergeldern, so dass die Stadt selbst rund zwei Millionen Euro zahlen muss.

Umgebaut wird der Kernbereich des Platzes zwischen Frankfurter Straße und Geleitsstraße. Die Fahrbahnbreite wird von zehn auf sechs Meter reduziert und bekommt eine bauchige Form. Die Bürgersteige werden verbreitert und die Oberflächen barrierefrei umgebaut. Mit dem Fahrrad darf man künftig auf einem Teilstück der von Bussen und Autos befahrenen „Tempo 20“-Zone in beide Richtungen fahren. Der Ottomar-Gassenmeyer-Springbrunnen wird in nördliche Richtung versetzt und bekommt statt eines eckigen einen runden Sockel. Drum herum werden Sitzmöglichkeiten aufgebaut, und in den Abendstunden wird der Brunnen beleuchtet. In der Nähe wird ein Trinkwasserspender aufgestellt.

Die sichtbarste Änderung wird das neue begrünte Stahldach der Bushaltestelle, das an drei ineinander verschränkte Baumkronen erinnern soll, die zwischen vier und 5,70 Meter hoch sind. Die Haltestelle bekommt Bodenleuchten.

Während der Bauarbeiten wird eine sogenannte Behelfsfahrbahn für den Busverkehr, Taxis und die Anlieger eingerichtet. Der Individualverkehr wird in den verschiedenen Bauabschnitten auf unterschiedliche Weise umgeleitet. Die SPD hätte sich gerade beim Thema Verkehr „einen mutigeren Schritt“ gewünscht, wie der Fraktionsvorsitzende Martin Wilhelm sagte. In den Ursprungsplänen von Ex-Oberbürgermeister Horst Schneider war der Verkehr komplett verbannt worden. Die Tansania-Koalition hatte sich jedoch mit ihrer Variante nach der Kommunalwahl 2016 durchgesetzt. Auch der Brückenschlag zwischen Marktplatz und Wilhelmsplatz müsse nach dem Umbau angegangen werden, forderte Wilhelm.

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