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Seit Jahren marode: Der 1896 erbaute Bahnhof Bieber.
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Seit Jahren marode: Der 1896 erbaute Bahnhof Bieber.

Offenbach

Streit um Bahnhof Bieber

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Stadt Offenbach will das denkmalgeschützte Gebäude vor dem Einsturz sichern. Der Eigentümer-Gesellschaft beklagt fehlende Rückmeldungen der Denkmalschutzbehörde.

Die zerfetzten Planen auf dem Dach des Bieberer Bahnhofs flattern im Wind umher. Der Regen tropft hinein. Von außen ist das morsche Gebälk des denkmalgeschützten Gebäudes in der Poststraße zu sehen. „Der Zustand ist schlecht“, beschreibt es Baudezernent Paul-Gerhard Weiß. „Jetzt müssen wir einschreiten, sonst ist das Denkmal weg.“

Deshalb hat das Bauaufsichtsamt als untere Denkmalschutzbehörde und in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen entschieden, ab Mitte Januar Notsicherungsmaßnahmen vorzunehmen. Der Dachstuhl soll ersetzt, das Gebäude im Inneren von maroden Lasten befreit und von innen her ausgesteift werden. Die Rechnung von 224 000 Euro „werden wir der Eigentümerin zuschicken“, sagt Weiß.

Das ist die Gefoi GmbH, die den Bahnhof im Dezember 2009 von der Deutschen Bahn erworben hat. „Wir werden versuchen einzulenken. Die Frage ist, inwieweit die Stadt gesprächsbereit ist“, sagt Marcus Müller, Geschäftsführer der Gefoi GmbH.

Die Fronten zwischen Müller und der Stadt sind seit Jahren verhärtet. Müller war einst vor Gericht gezogen, weil er sich von der Bauaufsicht „vorsätzlich getäuscht“ fühlte in Bezug auf den Zustand des Bahnhofs. Das Gericht gab der Stadt recht.

Müller sieht sich von der Denkmalbehörde nicht richtig informiert. „Ich habe vor einiger Zeit die Denkmalbehörde darauf hingewiesen und gefragt, was man tun kann, um die Folie zu ersetzen“, berichtet Müller. Er könne schließlich keine Veränderungen an dem Gebäude vornehmen, ohne dass die Behörde ihr Einverständnis gibt. „Ich habe meine Fragen mehrfach, auch per Einschreiben geschickt, aber keine Antworten erhalten“, sagt Müller. „Dann kann ich auch nichts machen.“

Stadtrat Weiß sieht das anders und berichtet, dass Müller immer von der Stadt erwartet habe, etwas tun zu müssen. „Er hat das Gebäude seit über zehn Jahren und nichts gemacht“, sagt Weiß. Jetzt macht es die Stadt. Ob sie sich mit Müller über die Kosten einigen kann, ist fraglich.

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