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Haus des Jugendrechts in Offenbach.
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Haus des Jugendrechts in Offenbach.

Offenbach

Offenbach: Straffällige Jugendliche schnell stoppen

  • Jonas Nonnenmann
    VonJonas Nonnenmann
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Das Haus des Jugendrechts zieht nach zwei Jahren Bilanz. Polizei, Jugendhilfe und Staatsanwaltschaft arbeiten eng zusammen, im Vordergrund steht der Erziehungsgedanke.

Straffällige Jugendliche haben oft nicht die nötige Reife und benötigen Unterstützung – das ist einer der Grundgedanken des „Haus des Jugendrechts“ (HdJR), in dem in Offenbach alle an Jugendstrafverfahren beteiligte Institutionen zusammenarbeiten – Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendhilfe und der Täter-Opfer-Ausgleich des Diakonischen Werks Darmstadt.

Das örtliche Haus des Jugendrechts ist inzwischen mehr als zwei Jahre alt. Die Bilanz der Beteiligten ist positiv. „Die Jugendkriminalität konnte deutlich reduziert werden“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beteiligten Institutionen. Der positive Trend begann laut Polizeilicher Kriminalstatistik allerdings bereits vor der Gründung des HdJR – die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen hat sich laut Statistik zwischen 2015 und 2020 von 572 auf 357 verringert. Parallel hierzu ging die Zahl der von Jugendlichen begangenen Straftaten von 1034 auf 471 zurück.

Die Zahl von Verfahren, in denen es um straffällige Kinder gehe, sei niedrig. Und Kinder, die nach ihrer ersten begangenen Straftat mit dem HdJR zu tun hatten, werden laut der Mitteilung „in den meisten Fällen nicht mehr straffällig“.

Im Haus des Jugendrechts werden alle Ermittlungsverfahren gegen Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, die ihren Wohnsitz im Stadtgebiet Offenbach haben, bearbeitet – unabhängig davon, wo die Tat verübt wurde. Laut Polizeipräsident Eberhard Möller werden einfachere Straftaten wie Ladendiebstahl oder Schwarzfahren bearbeitet, aber auch Einbrüche und Raubstraftaten.

Teil der Arbeit des HdJR sind auch regelmäßige „Jugendschutzkontrollen“ an bekannten Treffpunkten wie Parkhäusern, Schulhöfen und den Bereich rund um das Einkaufszentrum KOMM. Dabei steht laut Bürgermeisterin Sabine Groß (Grüne) das Gespräch mit den Jugendlichen im Vordergrund. Ziel sei es, Vertrauen aufzubauen und Hilfe anzubieten.

Schnellere Strafverfahren

Die räumliche Nähe im HdJR ermöglicht es laut den beteiligten Behörden, Strafverfahren effektiver und schneller abzuschließen. Durch das HdJR komme es auch deutlich öfter zu einem Täter-Opfer-Ausgleich. Der wird von einer Bediensteten des Diakonischen Werks Darmstadt vertreten.

Täter und Opfer erhalten die Möglichkeit, den persönlichen Konflikt zu lösen – etwa durch eine Entschuldigung oder die Zahlung von Schmerzensgeld. jon

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