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Aktivistinnen und Aktivisten haben Plakate von „Pax Europa“ in Offenbach abgeräumt.
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Aktivistinnen und Aktivisten haben Plakate von „Pax Europa“ in Offenbach abgeräumt.

Offenbach

Offenbach: Sieben Stunden Streit bei Kundgebung auf Aliceplatz

  • Fabian Scheuermann
    VonFabian Scheuermann
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Am Freitag gab es in der Offenbacher Innenstadt ausdauernden Protest gegen den rechten Verein „Pax Europa“.

Kurz wurde es am Freitagmittag unübersichtlich auf dem Offenbacher Aliceplatz, wohin der rechte Verein „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) zu einer siebenstündigen Kundgebung zum Thema „politischer Islam“ geladen hatte. Ein Dutzend linker Aktivistinnen und Aktivisten unterbrachen gleich zu Beginn um 12 Uhr die Kundgebung: Sie platzierten sich mit antifaschistischen Plakaten und bunten Sonnenschirmen vor dem BPE-Stand mit seinen antiislamischen Bannern.

Mit Trillerpfeifen und Sprechchören („Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“) versuchten die Gegendemonstranten zu verhindern, dass der islamfeindliche Blogger Michael Stürzenberger zu verstehen ist. Als die Polizei die Gruppe in Richtung der angemeldeten Gegenkundgebung vor dem Rathaus drängte, rissen Aktivisten Plakate der BPE zu Boden.

Danach begann Stürzenbergers siebenstündiger Redemarathon, während dem er beteuerte, dass es ihm nicht um „die Muslime“ gehe, sondern um die „gefährliche Ideologie des politischen Islam“. Viele Offenbacher diskutierten mit ihm. Die Stimmung war teils aggressiv: Ein BPE-Unterstützer rief einem BPE-Kritiker zu, er habe „Glück, dass die Polizei da ist“. Es wurden fünf Strafanzeigen gestellt – wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Schätzungsweise zwanzig BPE-Unterstützer waren anwesend. Auf der Gegendemo, die Sybille Schäfer vom Bündnis „bunt statt braun“ angemeldet hatte, waren es in Spitzenzeiten laut Polizei über 150 Leute.

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