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Parkplatz für die Messe im Hafen am Nordring.

Stadtentwicklung

Drei Bürogebäude und zwei Parkhäuser in Offenbach geplant

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OB Felix Schwenke bewertet Entwicklung des Areals zwischen Kulturzentrum Hafen 2 und dem Kohlelager als ein „Meilenstein“ insbesondere für die Messe.

Noch ist auf dem Gelände zwischen dem Kulturzentrum Hafen 2 und dem Kohlelager der EVO am Nordring ein eingezäunter Parkplatz, doch das soll sich ändern: Der Investor Jochen Kuppinger von Heberger Immobilien aus Schifferstadt plant auf dem über 10 000 Quadratmeter großen Areal drei Bürogebäude und zwei Parkhäuser zu errichten. Das größere der beiden Parkhäuser wird von der Messe Offenbach bezahlt und an Messetagen den Besuchern zur Verfügung stehen.

Bei der Vorstellung der Pläne am Donnerstag waren Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD), Daniela Matha von der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft OPG, Messe-Chef Arnd Hinrich Kappe und Investor Kuppinger in Jubellaune. „Ein Meilenstein“ für Hafen und Messe sei die Entwicklung, hieß es, OB Schwenke sagte, ein „schwieriges Projekt sei geräuschlos“ gelungen.

Die Freudenbekundungen lassen erahnen, wie problematisch die Verhandlungen und wie unterschiedlich die Interessenlagen waren. Denn die Messe ist auf die Parkmöglichkeiten angewiesen, wie Kappe betont. Zum Jahresende wäre der Vertrag über die Nutzung des Geländes ausgelaufen - ein neues Parkhaus war die Bedingung für den Verkauf der Fläche. Dem Mannheimer Architekturbüro Fischer gelang es, einen Entwurf für die Fläche vorzulegen, der allen Seiten gerecht wurde: Die Büros werden in drei einzelnen, fünfgeschossigen Gebäuden in Richtung Hafen 2 untergebracht, die beiden Parkhäuser, ein dreistöckiges für die Gewerbeflächen und ein siebengeschossiges für die Messe, als optischer Sichtschutz zum Kohlelager hin.

Am Dienstag erwarb Kuppinger das Areal, rund 50 Millionen Euro investiert er in den Bau. Wobei die Messe ihr Parkhaus selbst mit rund sieben Millionen Euro finanziert. Ein Betreiber werde das Parkhaus mit knapp 351 Stellplätzen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, betont Kappe - außer an Messetagen.

Einen Ankermieter für die Bürogebäude, in denen über 500 Menschen einmal arbeiten können, gebe es noch nicht, sagt Kuppinger. Doch generell sei das Interesse von Unternehmen groß am Hafengebiet. „Die Wasserlage macht das Gelände besonders attraktiv“, sagt er.

Zwischen den Gebäuden sollen Bäume gepflanzt werden, das Gelände soll „campusartig“ ausfallen. Der zeitliche Rahmen ist ambitioniert: Schon Mitte kommenden Jahres soll das Messeparkhaus stehen, 2021 das erste Bürogebäude fertiggestellt sein. „Wir bereiten die Bauanträge vor und wollen noch dieses Jahr mit den Arbeiten beginnen“, sagt Kuppinger.

Auch beim HfG-Areal und dem Boxclubgelände gehe es voran, sagt OB Schwenke. Er gibt sich zuversichtlich, dass bereits in nächster Zeit entsprechende Verträge unterzeichnet würden.

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