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Offenbach

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Die Digitalisierung entlastet das Offenbacher Bürgerbüro. Ab sofort kann man Autos im Internet an- oder ummelden.

Die Zeiten, in denen man drei, vier oder noch mehr Wochen auf einen Termin beim Offenbacher Bürgerbüro warten musste, sind vorbei: „Wir liegen derzeit deutlich unter zwei Wochen“, erzählt Amtsleiterin Martina Fuchs. Das liegt zum einen am zusätzlichen Personal, das eingestellt wurde, und zum anderen an den größeren Räumen, die seit 2018 zur Verfügung stehen – damals ist das Bürgerbüro vom überfüllten Bernardbau in die ehemalige Ausstellungshalle einer Lederwarenfirma in der Kaiserstraße gezogen.

Doch auch die Digitalisierung hat Anteil daran, dass der Bürgerservice heute effizienter arbeiten kann: Immer mehr Vorgänge können im Internet erledigt werden, Behördengänge fallen weg. So wurden in Offenbach in diesem Jahr von Januar bis August etwa drei Viertel der Bewohnerparkausweise elektronisch bestellt und immerhin jede sechste Meldeauskunft im Internet eingeholt.

Das Projekt „i-Kfz“
Weitere Informationen zur internetbasierten Zulassung erhält, wer folgenden Link eintippt: bit.ly/2nvvFiB. Das Portal der Stadt Offenbach ist hier zu finden: bit.ly/33kKVhM.

Wer das Angebot nutzen will , muss diverse Unterlagen parat haben – etwa die Fahrzeug- Versicherungs- und Bankdaten und einen Personalausweis mit eID-Funktion. Papiere und Zulassungsplaketten werden einem dann vom Bürgerbüro zugeschickt.

Das Bürgerbüro sucht neue Berater. Mehr Infos unter bit.ly/30WeF2B. fab

Seit vergangener Woche ist es bundesweit nun auch möglich, sein Auto an- oder umzumelden, ohne die Stadtverwaltung aufsuchen zu müssen. Der stellvertretende Leiter des Offenbacher Bürgerbüros, Markus Eck, rechnet dadurch mit weiteren Entlastungen für das Bürgerbüro, wo derzeit pro Woche rund 830 Zulassungsvorgänge bearbeitet werden. „Es sieht momentan so aus, dass uns die Digitalisierung ein bisschen rettet“, sagt Eck. Denn man könne das Wachstum Offenbachs „nicht durch die Schaffung neuer Stellen ausgleichen“. 69 Personen arbeiten im Bürgerbüro – zehn mehr als vor einigen Jahren. Sie haben 2018 rund 109 000 Personen beraten – 2019 wird mit 120.000 gerechnet.

Das Bundesverkehrsministerium hat den Ausbau der internetbasierten Fahrzeugzulassung „i-Kfz“ 2015 angestoßen und seitdem ausgebaut. Nutzen kann die Angebote, wer über einen Ausweis mit Online-Chip und ein modernes Smartphone verfügt. 2020 sollen auch Händler und Firmen ihre Fuhrparks online an- und ummelden können. Derzeit muss beispielsweise die Autofirma Hyundai, deren Europazentrale in Offenbach liegt, die Wagen vor Ort im Bürgerbüro anmelden.

Sorgen, dass ihnen die Arbeit ausgeht, brauchen sich die Angestellten des Bürgerbüros aber nicht zu machen, denn es kommen neue Aufgaben hinzu: Etwa 2019 die Ausgabe von Ausweisdokumenten mit Onlinefunktion an nichtdeutsche EU-Bürgerinnen und -Bürger – das sind in Offenbach rund 32.000 Menschen.

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