Hilfsorganisation

Wasserrohrbruch im Lager der Tafel

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Die Lebensmittelvorräte für Monate sind in Offenbach größtenteils vernichtet.

Entsetzen bei den Helfern der Offenbacher Tafel: Durch ein Wasserrohrbruch im Hochhaus in der Neusalzer Straße, in dessen Kellerräumen das Lager der Hilfsorganisation untergebracht ist, wurde am Mittwoch ein Großteil der Lebensmittelvorräte vernichtet.

Bei der Feuerwehr wurde gegen 6.30 Uhr ein Wasserrohrbruch gemeldet, bei Eintreffen der Feuerwehrleute waren nicht nur die Kellerräume geflutet, auch im Fahrstuhlschacht stand vom Keller bis in den ersten Stock das Wasser. Menschen mussten aus keine aus dem rund 300 Wohnungen umfassenden Hochhaus evakuiert werden.

Spenden an die Tafel Offenbach werden bei der Frankfurter Volksbank unter IBAN DE 24 5019 0000 0006 4067 42 entgegengenommen. Weitere Infos unter E-Mail an info@tafel-offenbach.de.

„Als ich gegen 8 Uhr kam, um die heutige Lebensmittelausgabe vorzubereiten, stand ich mit den Füßen im Wasser“, sagt Tafel-Leiterin Christine Sparr der FR. Neben den Kellern der Hausbewohner waren auch die beiden von der Tafel genutzten Kellerräume vom Wasserrohrbruch betroffen. „Drei unserer Kühlschränke wurden durch das Wasser zerstört und ein Großteil unserer Vorräte“, sagt Sparr. Besonders tragisch: Gerade lang haltbare Lebensmittel wie Reis und Nudeln, die für die kommenden Monate zur Verteilung vorgesehen waren, wurden durch das Wasser unbrauchbar und mussten entsorgt werden. „Was zu retten war, haben wir heute rausgegeben - sogar die Spielsachen, die wir jetzt schon für Weihnachten gesammelt haben“, sagt sie.

So verzweifelt Sparr über die Lage auch ist, die Hilfsbereitschaft hat sie tief beeindruckt: „Feuerwehrleute halfen uns, unsere Ehrenamtlichen haben von ihren Arbeitgebern frei bekommen und Tafel-Kunden packten mit an.“ Rund 800 Haushalte werden pro Woche von der Tafel versorgt, mittwochs allein bis zu 150.

Bis auf weiteres könne nur noch Brot, Obst und Gemüse, das täglich von Märkten gespendet wird, verteilt werden. Denn der Tafel fehlt nun das Lager. „Wir suchen händeringend Ersatz“, sagt Sparr. Da die Lebensmittelausgabe keine Versicherung besitzt, wird sie Kühlschränke und Vorräte selbst ersetzen müssen.

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