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Die Dürre in diesem und im vergangenen Jahr hat dem Wald schwer zugesetzt.

Offenbach

Wald im Kreis Offenbach stark geschädigt

Das Forstamt fällt kranke Bäume an Straßen und Wegen. Dürre der vergangenen Jahre gilt als Ursache.

Die Dürre in diesem und im vergangenen Jahr hat dem Wald im Landkreis Offenbach schwer zugesetzt. Wie das zuständige Forstamt Langen mitteilte, wurden in diesem Jahr keine gesunden, sondern nur geschädigte Bäume gefällt – vor allem an Straßen und Wegen, um die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten.

Aufgrund von fehlendem Wasser und hohen Temperaturen in den Frühjahr– und Sommermonaten der vergangenen Jahre seien im Kreisgebiet viele Bäume auch entlang öffentlicher Straßen und an der Bebauung abgestorben beziehungsweise stark geschädigt worden, teilte das Forstamt mit.

Die im Landkreis Offenbach häufigste Baumart, die Kiefer, habe zusätzlich mit einem aus Asien eingeschleppten Pilz zu kämpfen. Dieses sogenannte Diplodia-Triebsterben schädige die Nadeln der Kiefern und habe dadurch stellenweise das Absterben ganzer Waldbestände verursacht.

Aufgrund der katastrophalen Lage des Waldes hätten in diesem Jahr im Kreisgebiet wieder umfangreiche Verkehrssicherungsarbeiten ausgeführt werden müssen. Revierförster Knud Dockendorf berichtete, dass alleine im Stadtwald Obertshausen im Dezember rund 1000 abgestorbene oder stark geschädigte Bäume gefällt werden mussten.

Die Forstmitarbeiter seien auch noch mit der Beseitigung von Sturmschäden nach dem Umwetter am 18. August diesen Jahres beschäftigt. Diese Arbeiten würden voraussichtlich noch bis zum kommenden Frühjahr andauern. Gesunde Bäume seien in diesem Jahr überhaupt nicht unter die Säge gekommen, so das Forstamt Langen weiter.

Wie sich der Zustand des Waldes im Kreisgebiet weiter entwickele, hänge stark von den kommenden Witterungsverhältnissen ab. „Damit die Bäume sich etwas erholen können, brauchen wir im Jahr 2020 reichlich Niederschläge und moderate Sommertemperaturen“, sagte Forstamtsleiter Roland Piper.

Das Forstamt Langen bittet Menschen, die im Wald Spaziergänge machen, um Vorsicht. Aufgrund der angespannten Situation müssten sie überall mit herabfallenden Ästen beziehungsweise umstürzenden Bäumen rechnen.

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