Corona-Krise

„Viele Unternehmer erhalten nichts“

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Stadt und Kreis Offenbach Die IHK Offenbach kritisiert die Kriterien für die Vergabe der Corona-Hilfen.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach warnt davor, dass viele Unternehmen in der Corona-Krise wohl keine staatlichen Hilfen erhalten. „Unser Eindruck ist, dass viele dieser oft verzweifelten Unternehmer gar keine Soforthilfe bekommen “, schreibt IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller in einer Mitteilung. Aus Sicht der IHK Offenbach ist das Antragsverfahren für die Soforthilfe beim RP Kassel zu komplex.

Vielen Antragstellern bereite die Berechnung des sogenannten Liquiditätsengpasses Probleme, da die Soforthilfe nur bei Zahlungsschwierigkeiten im betrieblichen Zusammenhang ausgezahlt werde. Viele Kleinunternehmer und Selbstständige hätten aber wegen der Corona-Krise Probleme, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Der Mangel an verfügbarem Geld sei groß, nur eben nicht alleine wegen laufender betrieblicher Ausgaben. Ein Problem ist laut IHK auch, dass die Personalausgaben bei der Berechnung des Engpasses nicht angesetzt werden können. Sven Franzen, Geschäftsführer der Tiger Marketing Group, spricht deshalb von einer „Mogelpackung“; in seiner Branche seien die Gehälter die wichtigste Ausgabenposition.

Hausbank entscheidet mit

Die IHK hält es auch für problematisch, dass Hilfskredite weiter über die Hausbanken vergeben werden.Die Prüfung koste Zeit und Banken seien zurückhaltend, weil sie einen Teil des Kreditrisikos selbst tragen müssen. Helfen könnten Programme mit hundertprozentiger Absicherung durch den Staat.  

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