Offenbach

Tempo 30 in Offenbach

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Das Aktionsbündnis „Lebenswerte Stadt“ legt eine Petition zum Verkehr in der Stadt Offenbach vor. Gefordert werden auch autofreie Sonntage.

Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet, autofreie Sonntage während der Sommermonate, eine konsequente Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radler – das fordert das Aktionsbündnis „Lebenswerte Stadt“ für Offenbach. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat die Initiative Stadtbiotop stellvertretend für das Aktionsbündnis Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) jetzt eine Petition mit 364 Unterschriften überreicht.

Zu Fuß und mit dem Rad brauche es derzeit Mut, sich in den Verkehr zu wagen, so schreibt das Aktionsbündnis in ihrer Petition. Viele zentrale Straßen und Plätze in Offenbach seien dreckig, zugeparkt, wegen des Verkehrslärms laut, und die Luft sei wegen der Abgase schlecht. Die zentrale Forderung der Aktivisten: Umweltverträgliche Verkehrsmittel müssten gegenüber dem Kraftverkehr mindestens gleichgestellt, in verkehrsberuhigten Zonen gar priorisiert werden. Zudem sollten Gehwege freigehalten und das Parken an den Straßenrändern reduziert werden, so dass Fußgänger und Radler ohne erst Hindernisse überwinden zu müssen, die Straße wechseln könnten.

„ÖPNV, Fahrradinfrastruktur und gute Gehwege sind wie Strom und Wasser unabdinglich für eine funktionierende Nachbarschaft“, sagt Julian Heckel vom Stadtbiotop, eines der Mitglieder des Aktionsbündnisses.

Für den Wilhelmsplatz in der Innenstadt, der durch die Parkplatzsuche von motorisierten Wochenmarkt- und Restaurantbesucher schwer belastet ist, fordern das Bündnis, dass die Zu- und Abfahrt zum dortigen Parkplatz ausschließlich über die Bleichstraße erfolge. Für die Marktbeschicker solle die Zufahrt auf Höhe des Wochenmarktes freigeben werden.

Für die Sommermonate fordert das Aktionsbündnis zudem autofreie Sonntage in wechselnden Stadtteilen. „Das ist wichtig, um Experimente zu wagen und die Straße neu zu erleben“, sagt Barbara Levi-Wach von der Lokalen Agenda 21. 

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