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Erst Vorfahrt und dann Einfahrt verboten: Da soll einer durchblicken.

Offenbach

Schwierige Kreuzung in Offenbach

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Die Beschilderung an der Busschleuse in der Senefelder Straße in Offenbach ist offenbar verwirrend.

Beobachtungen am Freitagnachmittag in der Senefelderstraße: Binnen zehn Minuten fahren zehn Autos verkehrswidrig in die sogenannte Busschleuse ein, die die Stadt am 20. April eingerichtet hat. Das Teilstück ist für den Individualverkehr nur noch stadteinwärts befahrbar.

Ist es nur Macht der Gewohnheit, dass es dort so viele Falschfahrer gibt, oder liegt es vielleicht auch an der Beschilderung? Wer auf der Senefelderstraße in Richtung Innenstadt unterwegs ist, trifft jedenfalls nicht nur auf ein rotes „Durchfahrt verboten“-Schild, sondern auch auf das Schild „Vorfahrtsstraße“. Es könnte dem Autofahrer suggerieren, dass er Vorfahrt hat, wenn er in die gesperrte Straße einfährt. Das Schild könne nicht entfernt werden, erklärt Ulrich Lemke, Projektmanager von Bike Offenbach. Radfahrer und Busse dürften die Senefelderstraße nach wie vor stadteinwärts nutzen und hätten auch Vorfahrt.

In der Weikertsbloch- und der Humboldtstraße, die als Seitenstraßen in die Busschleuse einmünden, gibt es keine blauen Schilder, die dem Autofahrer die neue vorgeschriebene Fahrtrichtung anzeigen. Lediglich Schilder „Verkehrsführung geändert“ stehen dort. Nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung sei es nicht notwendig, solche blauen Schilder mit weißen Richtungspfeilen aufzustellen, erklärt Lemke. Das rote „Durchfahrt verboten“-Schild der Busschleuse sei in den beiden einmündenden Straßen gut sichtbar. Außerdem hätten die Autofahrer in diesen Nebenstraßen die Vorfahrt zu achten und so genug Zeit, um festzustellen, dass die Einfahrt in die Senefelderstraße in Richtung Innenstadt verboten ist.

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