Gebäude

Schnellere Schulsanierung erwünscht

Die Stadt Offenbach beauftragt für die verzögerungsfreie Ausführung von kleineren und mittleren Arbeiten den Eigenbetrieb GBM.

Für gewöhnlich sollte jedes relevante Vorhaben der Stadt von den gewählten Vertretern der Bürger diskutiert und beschlossen werden. Erst recht, wenn es um Ausgaben geht. Wenn die Stadtverordneten aber freiwillig auf dieses Privileg verzichten, dann muss es dafür schon einen besonderen Grund geben. So etwa an den Schulen der Stadt.

Denn an denen muss einiges saniert oder ausgebessert werden, etwa die Sanitäranlagen oder die Deckenverkleidung für besseren Lärmschutz. Normalerweise würde das Bauamt jedes Vorhaben vorbereiten und zur Beratung an den Magistrat und die Ausschüsse geben. „Das braucht immer gut drei Monate Vorlauf bis zur Beschlussfassung, in der Zeit kann eben nicht weitergeplant werden“, sagt Anna Heep, Leiterin des Hochbaumanagements.

Um Zeit zu gewinnen, hat sich der Magistrat in Absprache mit den Fraktionen dazu entschieden, den Eigenbetrieb GBM Service mit der Durchführung zu beauftragen. Der Eigenbetrieb erhält das von der Stadt vorgesehene Geld für die Vorhaben und schreibt diese dann aus. „Wir erteilen dann ganz wie gewohnt die Aufträge für die einzelnen Arbeiten“, sagt Annette Schroeder-Rupp, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Stadtwerke-Gruppe. Im Bereich Straßensanierung komme eine ähnliche Regelung zur Anwendung.

So würde nicht nur das von Personalnot geplagte Bauamt entlastet, die Arbeiten könnten auch schneller in Auftrag gegeben werden. „Dass die Sanierungen nötig sind, steht bei den Fraktionen ja außer Frage“, sagt Stadtrat und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP), „in den Gremien wurde uns breite Unterstützung für diesen Vorschlag signalisiert“. Durch Rückstellungen aus den vorhergehenden Jahren stehen dem Eigenbetrieb 3,74 Millionen Euro noch in diesem Jahr für Arbeiten zur Verfügung, für das kommende Jahr sind weitere zwei Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. Ganz ohne Kontrolle kann der Eigenbetrieb aber nicht über das Geld verfügen, betont Weiß. Es gebe regelmäßige Treffen mit dem Bauamt, um die nötigen Arbeiten zu planen und zu überwachen. Im kommenden Jahr soll dann entschieden werden, ob dieses System sich bewährt habe und weiter angewendet werde.

Denn bis auf weiteres seien keine Generalsanierungen an Schulen möglich, sagt Weiß. Stattdessen müssten die Schulen schrittweise saniert und gleichzeitig ausgebaut werden. „Durch das Bevölkerungswachstum haben wir den Druck, erst einmal genug Plätze an Schulen bieten zu können“, sagt er.

Neben der Erweiterung der Schulen seien besonders die Sanitäranlagen zu erneuern. „Die reichen von ganz fatal bis geht noch an einigen Schulen“, sagt Schroeder-Rupp. So müssten etwa an der Bürgeler Uhlandschule die Toiletten dringend saniert werden, an der Goetheschule soll etwa der Nachhall in den Räumen durch neue Deckenverkleidung reduziert werden.

Die Entlastung für das Bauamt ist dringend nötig, wie Weiß in der Vergangenheit betonte: Denn so sind neben externen Bauanfragen allein drei neue Schulgebäude zu planen.

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