Offenbach

Offenbacher Jugendamt weitet Angebote für Jugendliche im Roland Park aus

Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Anwohnern und Jugendlichen, die sich im Roland Park in Offenbach  aufhalten. Nun weitet das Jugendamt seine Präsenz aus.

Der inmitten des Wohngebiets auf dem ehemaligen Areal der Druckmaschinenfabrik MAN Roland liegende Roland Park ist für viele Kinder und Jugendliche des Senefelder Quartiers ein beliebter Treffpunkt. Doch das führt immer wieder zu Konflikten mit der Nachbarschaft. Nun hat das Jugendamt seine Präsenz mit zusätzlichen Angeboten vor Ort verstärkt, meldet die Stadt.

Sozialdezernentin Sabine Groß (Grüne) betont, dass Kinder und Jugendliche öffentliche Räume wie den Roland Park brauchen, dass aber auch der Wunsch der dort wohnenden Menschen nach Ruhe und einem angenehmem Wohnumfeld nachvollziehbar sei.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter der Jugendzentren den Jugendlichen, die sich im Parkhaus eine Sitzecke eingerichtet hatten, einen alternativen Treffpunkt angeboten. Einmal wöchentlich können sie sich nun im Hafengarten treffen. Erklärtes Ziel bleibe aber weiterhin, einen Treffpunkt im Quartier einzurichten. Außerdem ist eine Mitarbeiterin des Jugendbildungswerks jetzt im Rahmen des Drop-out-Programms „Back-Up“ präsent und spricht besonders Jugendliche an, die weder in Ausbildung, Schule noch in einer Maßnahme sind und unterstützt sie bei der Entwicklung einer Zukunftsperspektive. Die Medien-Etage aus dem KJK-Sandgasse wird überdies ein mediales Ferienprojekt anbieten, bei dem die Kinder und Jugendlichen Medienkompetenzen vermittelt bekommen. Auch das Parkour-Training im Park wird ausgeweitet und findet nun dienstags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr statt.

Darüber hinaus werden Boxer und Trainer aus dem Boxclub Nordend, ein Gewaltpräventionsprojekt, das mit jungen Menschen arbeitet, Jugendliche im Park für das Angebot werben. Schließlich kommt auch das Jugendkunstmobil in den Sommerferien öfter vorbei, um mit den Kindern kreativ zu gestalten und auszuprobieren.

Eine Stelle für die mobile Jugendarbeit ist ausgeschrieben und soll „bald“ neu besetzt werden, sagt Patrick Probst, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendarbeit beim Jugendamt. (hsr)

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