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Motiv der Corona-Kampagne.

Offenbach

Offenbach in Zeiten von Corona: Bilder von Grabsteinen sollen abschrecken

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In der Corona-Krise beschreitet die Stadt Offenbach im Internet ungewohnte Wege.

Es sind deutliche und ungewöhnlich harte Botschaften, welche die Stadt Offenbach derzeit auf ihrem Instagram-Account verbreitet. In einem aktuellen Beitrag liest man dort den Schriftzug „Deine Party“ – auf dem nächsten Bild ist dann ein Grabstein zu sehen mit der Aufschrift „Deine Mudda“. Ein weiterer Beitrag zeigt den Schriftzug „Dein Treffen“ – und endet mit dem Bild eines Grabsteins, auf dem die Worte „Dein Vadda“ zu lesen sind. Auf jeweils einem dritten Bild steht dann: „Corona kann deine Liebsten töten, bleib zuhause“.

Die Stadt Offenbach versucht mit der Kampagne offenbar, ein jüngeres Publikum für die von der Corona-Pandemie ausgehende Gefahr zu sensibilisieren. Knapp 3000 Personen folgen dem offiziellen Instagram-Account der Stadt. Die Corona-Beiträge wurden schon hundertfach geliked. Kritik an den Beiträgen ist kaum zu vernehmen.

Parallel zu der städtischen Instagram-Offensive läuft in Offenbach eine Plakatkampagne an – „um die Leute davon abzuhalten, sich zu versammeln“, wie eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage erklärt. Sie weist auch darauf hin, dass die Ordnungspolizei an „allen bekannten Orten“ kontrolliere und dort auch Bußgelder verhänge, falls sich Leute nicht an die geltenden Versammlungsvorschriften halten.

Auch Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) setzt auf Abschreckung: Auf seinem Twitter-Account teilte er am Dienstag eine Pressemitteilung der Stadt, worin mit Bußgeldern ab 200 Euro gedroht wird. Ordnungsdezernent Peter Freier (CDU) wird in der Mitteilung mit den folgenden Worten zitiert: „Wir werden jetzt konsequent durchgreifen und nicht mehr nur kontrollieren und ermahnen. Jetzt werden auch Bußgelder ab 200 Euro aufwärts fällig, wenn sich jemand nicht an die geforderte Distanz von 1,5 Metern hält.“ Weil die verwaiste Bestuhlung der Gastronomiebetriebe zum gemeinsamen Verweilen genutzt werde, fordert die Stadt die Gastronomen auf, diese zu entfernen.

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