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Offenbach: SPD will Wohnungen auf Supermärkten

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Die SPD fordert von der Koalition, künftig Wohnungen bei der Planung von Supermärkten zu berücksichtigen.

Die Offenbacher SPD-Fraktion fordert von der Tansania-Koalition, den Bau von Wohnungen auf den Dächern von Supermärkten künftig zu unterstützen.

Aktuell habe die Baugenossenschaft Odenwaldring als Eigentümerin der Ladenzeile an der Ottersfuhrstraße angefragt, welche weiteren Bebauungsmöglichkeiten es gäbe.

Die SPD erwarte, heißt es in einer Pressemitteilung, „dass die Stadt sich möglichst konstruktiv mit der vorliegenden Bauvoranfrage auseinandersetzt“. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Aufstockung der Gebäude müssten geschaffen werden. Bisher habe die Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern eine „ablehnende Haltung“ zum Wohnungsbau auf Supermärkten gezeigt.

Die SPD erinnert an die Ablehnung eines Antrags durch die Koalition im vergangenen Jahr, in dem die SPD eine Wohnbebauung auf dem neuen Rewe-Markt an der Buchhügelallee gefordert hatte. Auch in der FR wurde damals kritisiert, dass in einem so zentralen Gebäude keine Wohnungen eingeplant wurden beziehungsweise keine entsprechenden Verhandlungen mit dem Investor geführt wurden. Laut SPD lehnte die Koalition es im Mai dieses Jahres auch ab zu prüfen, welche Gebäude und Flächen in Offenbach für eine Nachverdichtung infrage kommen.

Angesichts der Wohnungsnot scheine die Koalition „den Ernst der Lage noch nicht begriffen zu haben“, kritisiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Wilhelm.

Die Aufstockung von Supermärkten bereits bei der Planung sei auch deshalb wichtig, weil diese aus Gründen der Statik nicht so einfach nachzuholen sei. In ihrer Mitteilung bezieht sich die SPD auch auf den hessischen Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der eine bessere Ausnutzung von Flächen für den Wohnungsbau fordert.  

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