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Die Mathildenschule wird für 24,5 Millionen Euro saniert und erweitert.

Offenbach

Schulen und Kitas in Offenbach werden  saniert und erweitert

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Das Gesamtinvestitionsvolumen für Sanierungen und Erweiterungen an Schulen liegt bei rund 240 Millionen Euro, an Kitas bei knapp 21,8 Millionen Euro.

Während die Kinder und Jugendlichen die Sommerferien genießen, wird in Kitas und Schulen mit Hochdruck gearbeitet. Für knapp 660 000 Euro werden aktuell Räume renoviert oder Schallschutzdämmung verbaut. Das Gesamtinvestitionsvolumen für Sanierungen und Erweiterungen an Schulen liegt bei rund 240 Millionen Euro, an Kitas bei knapp 21,8 Millionen Euro.

Zuzug und höhere Geburtenraten würden sich beim Bedarf deutlich bemerkbar machen. sagt Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) Wurden vor ein paar Jahren noch jährlich rund 1100 Kinder eingeschult, seien es nun knapp 1400. „In den nächsten Jahren wird deren Zahl auf 1600 steigen“, sagt Weiß. Der Druck sei besonders groß bei Wilhelm- und Eichendorffschule.

22 Bauvorhaben für Schulen und Kitas gibt es. Abgeschlossen werden diesen Monat die Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule (23 Millionen Euro) und die Zwischenlösung für die Kita Rödernstraße (650 000 Euro).

Jeweils 24,5 Millionen Euro kosten Sanierung und Neubau  der Geschwister-Scholl- und Mathildenschule. Beide Projekte sollen 2023 beendet sein. Sanierung und Neubau an der Edith-Stein-Schule kosten 30,6 Millionen Euro, die Arbeiten sollen 2022 abgeschlossen sein.

Entlastung versprechen nicht nur ein Neuzuschnitt der Schulbezirke, sondern vor allem auch Erweiterungs- und Neubauten. Etwa ein viertes Gymnasium, das auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs angesiedelt werden und die übrigen Gymnasien entlasten soll. Aber auch an denen wird es enger: Das für ursprünglich fünf Züge ausgelegte Leibniz-Gymnasium wird auf Dauer wohl siebenzügig, das Albert-Schweitzer-Gymnasium sechszügig. Für das neue Gymnasium sind bisher Kosten von 50 Millionen Euro veranschlagt, ab Mitte kommenden Jahres soll Planungsrecht geschaffen sein und die Bauplanung beginnen. Neu gebaut wird auch eine Grundschule für das Baugebiet Bieber-Nord, 22,1 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Bis zum Baubeginn 2022 werden auf einer Fläche nahe des geplanten Standorts übergangsweise Klassenraummodule aufgestellt. „Wir haben dort mit 4900 Quadratmetern nur eine relativ kleine Fläche für das Schulgebäude zur Verfügung“, sagt Bozica Niermann, Bereichsleiterin der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft OPG. Da die Stadt auf dem Schulgelände auch noch das Blockheizkraftwerk für das Wohngebiet unterbringen muss, habe man sich für eine besondere architektonische Lösung entschieden: Das Blockheizkraftwerk wird unterirdisch sein, die Turnhalle liegt unter dem Straßenniveau und das Dach der Turnhalle dient als Schulhof. So schaffe man es, knapp 7500 Quadratmeter Nutzfläche für Schule, Kita und Turnhalle auf der Fläche unterzubringen.

Um schnelleres Bauen zu ermöglichen, setzt die Stadt nicht nur in Bieber-Nord auf Holzmodule. Auch die Kitas 3 und 11 und die Klassenraummodule der Albert-Schweitzer-Schule entstehen in Holz. Für die Bachschule werde dies ebenfalls geprüft, sagt Weiß. Der Neubau der Fröbelschule soll nach jüngsten Planungen doch in konventioneller Bauweise erfolgen, lediglich für das Dach sei an eine Holzlösung gedacht.

Noch in der Konzeptionsphase ist die Erweiterung der Bachschule und der Neubau der dortigen Kita . 13 Millionen Euro würde die Erweiterungs und rund sechs Millionen Euro der Kitaneubau kosten. Die Kita würde vom Schulgelände auf die Fläche des heruntergekommenen Bolzplatzes nahe der Friedensstraße 122 ziehen, ein neuer Bolzplatz nahe der Schulturnhalle errichtet. Erst nach Fertigstellung des Neubaus könnte der Kita-Altbau abgerissen und die Schule erweitert werden. Anfang 2022 könnte die Fertigstellung erfolgen.

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