+
Uwe Becker (CDU) ist Antisemitismusbeauftragter der Hessischen Landesregierung. Foto: Renate Hoyer.

Offenbach

Offenbach: Rapper Kollegah „nicht willkommen“

  • schließen

Der Antisemitismusbeauftrage des Landes Hessen kritisiert den geplanten Auftritt des Rappers Kollegah in Offenbach.

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat den geplanten Auftritt des umstrittenen Rappers Kollegah in Offenbach kritisiert. „Wer mit seiner Musik den Antisemitismus in unserem Land salonfähig macht, ist hier in Hessen nicht willkommen“, teilte Becker in einer Pressenotiz mit. Die künsterlische Freiheit ende dort, „wo die Würde des Menschen vorsätzlich verletzt wird“, so Becker. Kollegah – offiziell Felix Blume – überschreite mit seinen Texten „ganz klar eine Grenze, gerade gegenüber den Menschen, die in unserem Land leben und dem jüdischen Glauben angehören“.

Um Kollegah und seinen Musikerkollegen Farid Bang hatte es 2018 einen Eklat gegeben, weil ihr Song „0815“ die Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ enthielt, was ihnen Antisemitismusvorwürfe einbrachte. Derlei Vorwürfe hat Kollegah zuletzt Mitte November öffentlich zurückgewiesen.

In Offenbach will der 35-Jährige am 10. Dezember im Rahmen seiner „Monument Tour 2019“ in der Stadthalle auftreten. Die Agentur des Musikers äußerte sich auf Nachfrage der FR am Donnerstag nicht zur Kritik des Antisemitismusbeauftragten.
Offenbach: Rapper will in Stadthalle auftreten

Auch in anderen Städten, wo Auftritte des Rappers geplant sind, regt sich Protest. In Saarbrücken, wo Kollegah am 11. Dezember auftreten will, hat die lokale Synagogengemeinde Medienberichten zufolge öffentlich den Auftritt kritisiert. (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare