Tattoo-Träger. Bild: Alex Reinke
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Tattoo-Träger. 

Offenbach

Offenbach: Körper und Identität im Klingspor Museum

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Um die Wirkung von Kleidung und Tätowierungen geht es bei einer neuen Ausstellung im Offenbacher Klingspor Museum.

Um die Wirkung von Kleidung und Tätowierungen geht es bei einer Ausstellung im Klingspor Museum, die am Freitag, 27. Juni, beginnt und bis Mitte September zu sehen ist. Titel: „Bedeckt und unbedeckt - Körper und Identität“. Laut Ankündigung geht die Ausstellung der Frage nach, was Kleidung oder auch Tätowierungen für die Identität eines Menschen bedeuten. Kleidung habe über die ursprüngliche Funktion als Schutz vor Wind und Wetter bald weitere Bedeutungen erhalten. „Sie gab Auskunft über Geschlecht oder Familienstand, zeigte den sozialen Stand der Trägerin oder des Trägers. Und bis heute ist sie auch sichtbares Zeichen von Gruppenzugehörigkeit oder Individualität“.

Auch Ausgrenzung aus der Gesellschaft werde mittels Kleidung signalisiert. So seien zum Beispiel Frauen durch Kleidungsvorschriften wie das Tragen einer Burka massiv in ihrem Alltag eingeschränkt. Auch in Europa sei es Frauen durch das Tragen eines Korsetts lange verwehrt worden, sich so frei wie die Männer zu bewegen.

Grundlage der von den Künstlerinnen Sandra Heinz und Carola Willbrand konzipierten Ausstellung sind getragene Kleidungsstücke als Erinnerung an das Leben ihrer Träger. Von der Beschneidung elementarer Menschenrechte bei Frauen handelt zum Beispiel die Arbeit „Für Nasima“. Zarte Gazekleider werden durch die darauf geschriebenen Gebote und Verbote zu „albtraumhaften Frauengefängnissen“. wie es in der Ankündigung heißt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain. 

Die virtuelle Vernissagebeginnt am heutigen Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr auf der Seite www.klingspormuseum.de.

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