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Die Offenbacher fahren gern und viel mit Bus und Bahn, sagt eine Studie.

Offenbach

Häufiger mit Bus und Bahn

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Die Offenbacher bewegen sich umweltfreundlicher fort als noch vor zehn Jahren. Das will eine Studie des Bundesverkehrsministeriums herausgefunden haben.

Die Offenbacher fahren im Alltag häufiger mit Bus und Bahn als die Bewohner anderer vergleichbarer Großstädte. Das teilt die Stadt mit und beruft sich auf Zahlen der Studie „Mobilität in Deutschland – Regionalbericht für die Stadt Offenbach“ des Bundesverkehrsministeriums.

Im Schnitt absolvierten Offenbacher täglich drei Wege, die zusammen 37 Kilometer lang sind und 82 Minuten dauern. Sie liegen damit im bundesweiten Durchschnitt. Zwei Drittel der Haushalte besäßen ein eigenes Auto. Drei Viertel der befragten Personen ab 14 Jahren haben ein eigenes Fahrrad, Elektrofahrrad oder Pedelec und jeder Dritte hat eine Zeitkarte für Bus und Bahn.

Für die Studie wurden 1354 Offenbacher in 732 Haushalten befragt, zwischen Mai 2016 und September 2017.

Fast jeden zweiten Weg (46 Prozent) legten die Offenbacher mit dem Auto zurück, weitere 37 Prozent der Wege zu Fuß oder mit dem Rad und für 16 Prozent steigen sie in Bus oder Bahn. Damit liege Offenbach bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel über dem Mittelwert vergleichbarer Großstädte (zwölf Prozent).

Während deutschlandweit zudem 41 Prozent angeben, dass sie nie oder fast nie mit Bus oder Bahn fahren, stimmen in sogenannten Stadtregionen 28 Prozent der Befragten dieser Aussage zu, in Offenbach ist es dagegen nur jeder fünfte.

„Die Menschen in Offenbach bewegen sich umweltfreundlicher fort als noch vor rund zehn Jahren“, weiß Horst-Ingo Kupfer, Referatskoordinator Verkehrsplanung im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. 2008 seien neun Prozent der Wege mit dem Rad zurückgelegt worden, 2017 waren es elf Prozent. Der Anteil der ÖPNV-Nutzer sei um vier auf 16 Prozent gestiegen, die zu Fuß zurückgelegten Wege mit 26 Prozent gleichgeblieben. Daneben werde das Auto weniger genutzt: 2008 waren es 52 Prozent, 2017 nur noch 46.

Die Offenbacher bewerten die Verkehrssituation für Radfahrer am schlechtesten, Note 2,8. Dennoch seien sie genauso gerne mit dem Rad unterwegs wie mit dem Auto (jeweils 58 Prozent). Am allerliebsten aber zu Fuß: 90 Prozent. Und 45 Prozent der befragten Offenbacher sagen, dass sie gerne mit Bus und Bahn fahren, genauso viele sagten das Gegenteil.

Rausgefunden haben will die Studie auch: „Insbesondere die Gutverdiener fahren mit dem Auto“, in Offenbach und deutschlandweit. Wer besser verdient, besitzt eher ein Auto, aber auch ein funktionstüchtiges Fahrrad.

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