Offenbach

Firmen schieben Mietzahlungen auf

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Hilfsprogramm stark nachgefragt.

Ein von der Stadt Offenbach im März aufgelegtes Corona-Hilfsprogramm wird von der lokalen Wirtschaft stark nachgefragt. So hat die Verwaltung bereits 92 Anträge von Gewerbetreibenden auf Stundung ihrer Mieten genehmigt. Die Unternehmen haben Räume in städtischen Immobilien gemietet und können ihre Mietzahlungen erst Ende des Jahres begleichen. Die Summe der zurückgestellten Mieten liege aktuell bei 936 000 Euro, heißt es auf Nachfrage bei der Stadt.

64 Offenbacher Firmen haben zudem Anträge auf Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen eingereicht. Die Stadt nimmt dadurch zunächst 794 000 Euro weniger ein. Der Magistrat hatte das Hilfsprogramm zu Beginn der coronabedingten Beschränkungen aufgelegt, damit möglichst viele lokale Betriebe die Krise trotz finanzieller Einbußen überstehen können. Als weitere finanzielle Erleichterung hatte die Stadt im März angekündigt, die Gebühren für Außengastronomie und Marktstände im zweiten und dritten Quartal auszusetzen. Zur Höhe der Einnahmeverluste, die dadurch voraussichtlich entstehen, lägen noch keine Zahlen vor, heißt es.

Während die gestundeten Mieten nach überstandener Krise nachgezahlt werden müssen, steht der Stadt bei der Gewerbesteuer ein großer Einbruch bevor: Die Kämmerei erwartet für dieses Jahr lediglich noch Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 53 Millionen Euro – das wären 24 Millionen weniger als ursprünglich eingeplant.

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