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Ahnte, dass es in der Stadt viele Unversicherte gibt: Matthias Zimmer im Malteser-Behandlungsraum.  

Offenbach

Offenbach: Ehrung für Malteser

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Die Malteser-Praxis für Unversicherte in Offenbach hat vom Stadtparlament einen Preis erhalten.

Die Malteser haben für ihre Praxis im Ketteler-Krankenhaus, in der nicht krankenversicherte Menschen behandelt werden, am Donnerstag den Ferdinand-Kallab-Preis erhalten. Das hatte zuvor der Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung entschieden.

Das Angebot besteht seit April diesen Jahres. Es wird von Menschen aus der Stadt und dem Landkreis angenommen, die eine medizinische Behandlung benötigen – sich eine solche wegen fehlender Krankenversicherung aber nicht leisten können. Zu den Betroffenen zählen EU-Staatsbürger aus Osteuropa, Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus oder Wohnungslose sowie Selbstständige, die ihre Versicherungsbeiträge nicht mehr aufbringen können.

„Wenn wir Sprechstunde haben, ist immer Betrieb“, erzählte Oberarzt Matthias Zimmer im Sommer der FR: Er hat das Projekt mit seinem inzwischen verstorbenen Vater Gerhard Zimmer initiiert und leitet es nun. Der „Druck in Offenbach“ sei „anscheinend hoch“.

Der mit 1000 Euro dotierte Preis wird seit 1981 jährlich von den Stadtverordneten vergeben. Er ist nach einem Offenbacher Arzt benannt, der sich besondere Verdienste um das Theresien-Kinderheim erworben hat.

Preisträger sollen Initiativen oder Einzelpersonen sein, die eine „exemplarische Leistung oder Anregung“ für die Stadt in der Alten- und Behindertenarbeit oder der Kinder- und Jugendhilfe erbracht haben.

Einen ausführlichen Bericht zur Praxis gibt es auf der Seite www.bit.ly/2qceu75.

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