Zwischen den Bauten ist eine Sitztreppe geplant. 
+
Zwischen den Bauten ist eine Sitztreppe geplant. 

Offenbach

Offenbach: Bürokomplex mit Boxring am Hafenbecken

  • Fabian Scheuermann
    vonFabian Scheuermann
    schließen

Neben dem alten Kohlekran entstehen in Offenbach zwei Bürogebäude mit viel Holz, die auch dem Boxclub Nordend ein neues Zuhause bieten. 

Das Grundstück an der Brücke zur Hafeninsel neben dem großen Kran, der das Offenbacher Heizkraftwerk immer noch mit Kohle versorgt, ist – wenn man den neuen Campus der Hochschule für Gestaltung (HfG) außen vor lässt – das letzte bislang noch unbeplante Areal im Offenbacher Hafenquartier. Nun gibt es auch hierfür eine Planung: Unter dem Namen „RockyWood“ will der Hamburger Projektentwickler Primus Developments bis 2022 zwei Bürogebäude bauen. Baubeginn soll in diesem Jahr sein. Das Besondere: Auch der Boxclub Nordend, der sich auf dem zu bebauenden Grundstück befindet, kommt in einem der neuen Gebäude unter.

So sieht das Zuhause des Boxclubs heute aus. 

„Wir sind total glücklich“, sagt dessen Präsident Wolfgang Malik. Seit 2003 leitet er den Club, der im JUZ Nordend seinen Anfang nahm und vor vielen Jahren an den jetzigen Standort kam – in einen fensterlosen Lokschuppen der Hafenbahn. Vor Corona lernten im Boxclub zeitweise bis zu 150 junge Männer und Frauen Respekt und Disziplin, das Projekt ist preisgekrönt. Und so war es der Stadt ein Anliegen, auch im neuen, eher schicken Hafenviertel wieder ein Zuhause für Maliks Institution zu schaffen. Bald soll der Vertrag unterschrieben werden.

Der Boxclub-Präsident freut sich besonders darüber, dass in dem Neubau mehr Platz sein soll als bisher. „Wir können uns da noch einmal ganz anders aufstellen“, sagt er. Vor allem wolle man die pädagogische Arbeit ausweiten; dafür war der alte Lokschuppen noch weniger ausgelegt als fürs Boxen. Während der Bauzeit soll auf dem Grundstück in einem großen Zelt trainiert werden.

„RockyWood“ in Offenbach.

Nur das etwas verbrauchte, harte Flair, das dem derzeitigen Bau anhängt, muss sich in dem Neubau erst noch einstellen. Der Projektentwickler plant neben dem Boxclub auf rund 11 000 Quadratmetern neue Büros. Auch ein Restaurant am Wasser ist vorgesehen. Primus scheint großen Wert auf die Gestaltung der Außenanlagen zu legen: Auf dem Dach einer Auto- und Fahrradgarage sollen viele Bänke sowie eine große Freilufttreppe zum Verweilen einladen. Außerdem sollen, passend zum Boxclub, Sportgeräte aufgestellt werden.

Der Entwurf der fünfgeschossigen Gebäude stammt vom Berliner Büro Eike Becker Architekten. Er zeichnet sich vor allem durch den Einsatz von viel Holz aus. Auf einem Betonsockel sollen Holzmodule so gestapelt werden, dass flexible Büroflächen entstehen. Laubengänge sollen zum „interdisziplinären Austausch“ einladen.

Mehr zum Thema

Kommentare