+
Der Boxclub Nordend ist ein preisgekröntes Integrationsprojekt.  

Offenbach

Offenbach: Boxclub Nordend soll im Hafen bleiben

Die Stadt Offenbach hat die Weichen zur Sicherung des Standorts im Nordend gestellt. Im März muss noch das Stadtparlament zustimmen.

Die Zukunft des Boxclubs Nordend auf dem heutigen Hafengrundstück am Nordring ist ein großes Stück näher gerückt: Wie die Stadt mitteilt, hat sie die Weichen gestellt für ihr Ziel, das preisgekrönte Präventions- und Integrationsprojekt auch nach der geplanten Bebauung des Grundstücks am selben Standort zu erhalten.

Demnach habe der Magistrat in seiner Sitzung am 19. Februar einer Vorlage zugestimmt, nach der die Stadt Offenbach an die Mainviertel Offenbach GmbH – eine Tochter der Stadtwerke Offenbach Holding – als Eigentümerin des Grundstücks einmalig 250 000 Euro zahlt. Damit lässt diese zugunsten der Stadt eine Dienstbarkeit, das heißt ein Nutzungsrecht, auf dem Grundstück eintragen. Die Mainviertel GmbH stellt für die nächsten 20 Jahre sicher, dass auch bei einer Veräußerung und gewerblichen Neubebauung des Grundstücks rund 550 Quadratmeter weiterhin als Sportstätte zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese kann dann für diesen Zeitraum von Offenbacher Sportvereinen, insbesondere vom Verein Boxclub Nordend, mietfrei genutzt werden. Das Stadtparlament muss der Vorlage im März noch zustimmen,

Die Stadt hatte zuvor geprüft, ob ein Umzug des Boxclubs an einen anderen Standort möglich ist. Dies sei jedoch daran gescheitert, dass man keine geeignete bezahlbare Fläche gefunden habe, teilt die Stadt mit. Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Bürgermeister Peter Freier (CDU) hatten sich deshalb für eine Lösung am jetzigen Standort eingesetzt.

Baustein der Integrationsmaßnahmen

Die Stadt habe größtes Interesse daran, dass das Projekt langfristig weitergeführt werden könne, da es „ein sehr wichtiger Baustein der Integrationsmaßnahmen in Offenbach“ sei, sagte Oberbürgermeister Schwenke. „Es fängt Kinder und Jugendliche auf, die Halt suchen und brauchen in unserer Gesellschaft. Es gewöhnt sie an feste Strukturen, an Respekt, Disziplin und Pünktlichkeit und hilft ihnen dabei, Verantwortung zu übernehmen.“

Auch Peter Freier lobte die gefundene Lösung. Es sei sehr wichtig, das Angebot weiterhin im Nordend anbieten zu können. „Ein völlig anderer Standort in der Stadt hätte die Akzeptanz und damit die hervorragende Arbeit des Boxclubs gefährden können“, so Freier. Der Bürgermeister machte deutlich, dass die Stadt durch dieses Vorhaben mit einem vergleichsweise niedrigen Betrag von jährlich 12 500 Euro ein effektives und stark nachgefragtes Angebot zur Integration und Förderung von jungen Menschen sichert: „Der Boxclub ist ein Aushängeschild unserer vielfältigen Integrationsangebote und stößt auf große Akzeptanz unter den Jugendlichen. Dieses soziale Projekt zu erhalten ist für die Stadt von hoher Bedeutung.“ (hsr)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare