Hässlich oder nicht – dieses Gebäude ist bald Geschichte. 
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Hässlich oder nicht – dieses Gebäude ist bald Geschichte.  

Stadtentwicklung

Offenbach: Abriss von Toys’R’Us-Gebäude hat begonnen

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Der Betonklotz des früheren Toys’R’Us-Gebäude-Ladens in Offenbach soll mehreren Neubauten weichen.

Der Abriss des ehemaligen Toys’R’Us-Gebäudes gegenüber der S-Bahn-Station Marktplatz hat begonnen. Zum symbolischen Start trafen sich am Montag Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD), Baudezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) und zwei Investoren.

Der bei vielen verhasste 130 Meter lange Betonklotz aus den 1970er-Jahren weicht einem Neubau. Bis Sommer wird laut Stadt der große westliche Teil des Parkhauses abgerissen. An dessen Stelle soll ein Gebäude mit Wohnungen, Büros und Einzelhandelsflächen entstehen sowie später ein 18-stöckiges Wohn- und Geschäftshaus.

Der östliche Teil des Parkhauses wird kernsaniert; 365 Autos und 650 Fahrräder sollen künftig darin Platz finden. Die Kita bleibt erhalten und wird durch einen Neubau auf dem Dach des Gebäudes auf vier Gruppen erweitert. Baudezernent Weiß lobt den langen Atem der Investoren. Das Projekt sei „ausgesprochen anspruchsvoll“, laut Weiß mussten viele unterschiedliche Interessen in Einklang gebracht werden. „Das hat dann zugegebenermaßen auch etwas länger gedauert, aber das Ergebnis zählt.“

Wichtig findet Weiß, dass es künftig wieder einen direkten Zugang vom Salzgässchen in die Sandgasse gibt über einen neuen Platz. Im Gegensatz zu dem alten Klotz bieten die geplanten neuen Gebäude Platz für einen Durchgang. „Wir haben die beiden hässlichsten Gebäude Offenbachs gekauft und wollen etwas Großartiges daraus machen“, sagt Investor Michael Dietrich . Mit Co-Investor René Rudolph freut er sich laut Stadt, dass es nach vier Jahren Entwicklungszeit jetzt vorangeht.

Wohnungen für Studenten

Der geplante Neubau befindet sich bedingt durch die Corona-Pandemie noch im Bebauungsplan-Verfahren; Investor Dietrich hofft auf Rechtskraft bis Jahresende.

In dem Wohn- und Geschäftshaus sollen im Erdgeschoss und Obergeschoss Dienstleister, Einzelhändler und Gastronomen einziehen. Darüber werden nach jetzigem Plan 60 Eigentumswohnungen gebaut sowie 40 Wohneinheiten für Studierende. Anfang 2021 soll es losgehen, zwei Jahre später soll der Bau fertig sein.

Gegenüber hat bereits der Umbau des City-Centers begonnen, Ende des Jahres will die Stadt dann auch mit der Neugestaltung des Marktplatzes beginnen. 

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