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Einer der beiden heruntergekommenen Pavillons, der abgerissen wird.

Schulen

Gymnasium in Offenbach bekommt Neubau binnen knapp drei Monaten

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Das Albert-Schweitzer-Gymnasium soll hochwertige Holzpavillons als einen Erweiterungsbau erhalten.

An Offenbachs Schulen wird es eng: Da die Einwohnerzahl beständig wächst, drängen auch mehr Kinder in Kitas und Schulen. Doch während etwa die Edith-Stein-Schule einen großzügigen Erweiterungsbau erhält, gibt es bei längst nicht allen Schulgebäuden entsprechende Möglichkeiten. Denn der zur Verfügung stehende Platz ist begrenzt. So auch beim Albert-Schweitzer-Gymnasium.

Das schlossähnliche Gebäudeensemble, von 1909 bis 1911 als „Großherzogliche Oberrealschule am Friedrichsplatz“ errichtet, steht unter Denkmalschutz. Schon als dort vor Jahren der Platz knapp wurde, fehlte es an Möglichkeiten für einen Erweiterungsbau. Die Lösung: Im Schulhof wurden Anfang der 70er Jahre und Mitte der 80er Jahre zwei Pavillons errichtet, in denen vier Klassen Platz haben.

„Die Pavillons sind inzwischen ziemlich heruntergekommen und energetisch problematisch“, räumt Baudezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) ein. Daher sollen sie abgerissen und durch neue, größere ersetzt werden. Die Stadt plant zweigeschossige Pavillons in Holzmodulbauweise zu errichten, rund 2,59 Millionen Euro soll der Bau kosten. „Die Pavillons werden hochwertig sein und sollen als dauerhaftes Gebäude dienen“, sagt Weiß. Für das Gymnasium, das heute von rund 1200 Schülern besucht wird, bedeutet der Neubau einen Platzgewinn von rund 500 Quadratmetern. Statt vier werden acht Klassenräume in den neuen Pavillons untergebracht sein, dazu ein Gruppen- und ein Technikraum. Auch ein Lehrerstützpunkt soll eingerichtet werden. Die Treppenhäuser werden überdacht sein, auf Sanitäranlagen wird allerdings verzichtet. Durch die Treppenhäuser sind die oberen Räume nicht barrierefrei erreichbar, zumindest aber sind es die unteren Räume.

„An den bestehenden Pavillons gibt es zwei kleine Treppenstufen“, sagt Schulleiter Marcus Lumpe. Die Pavillons seien hauptsächlich für den Unterricht der Oberstufe genutzt worden.

Bereits Mitte August, zum Beginn des Schuljahrs 2019/20, sollen die neuen Räume fertig sein. Das Problem: Die alten Pavillons können erst im Mai abgerissen werden. „Wir brauchen sie als Ersatzräume für die Abiturprüfung“, erläutert Lumpe. Denn da für schriftliche und mündliche Prüfungen sowie für die Nachprüfungstermine ganze Flure im Altbau geschlossen werden, damit Ruhe herrscht, müssen einige Klassen an diesen Tagen in die Pavillons umziehen. „Wenn die vorher abgerissen werden, fehlen uns die Ausweichräume“, sagt der Schulleiter.

Somit bleibt für Abriss und Neubau ein Zeitfenster von gerade einmal knapp drei Monaten. „Das ist sehr ambitioniert“, räumt Baudezernent Weiß ein. Er ist dennoch zuversichtlich, dass die neuen Räume rechtzeitig fertig werden. „Die Holzpavillons werden in Modulbauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad gebaut, daher lassen die sich recht schnell errichten.“

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