Eine Arbeit von Sabrina Bock in der Schwanen-Apotheke.
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Eine Arbeit von Sabrina Bock in der Schwanen-Apotheke.

Offenbach

Auf Kunst-Schnitzeljagd durch die City

  • Agnes Schönberger
    vonAgnes Schönberger
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Wegen Corona gibt es in Offenbach  keinen HfG-Rundgang. Studierende präsentieren die Schaufensterausstellung „Window Shopping“.

Der traditionelle Rundgang der Hochschule für Gestaltung (HfG) musste für dieses Jahr wegen Corona abgesagt werden. Die Studierenden haben sich davon jedoch nicht entmutigen lassen. Vielmehr haben sie nach dem Motto „Wenn die Besucher nicht zu uns kommen können, kommen wir zu ihnen“ Projekte entwickelt, die von heute an bis zum 12. Juli und nochmals Anfang September im digitalen und öffentlichen Raum stattfinden.

„HfG-Interventionen“ lautet der Titel des Formats, in dem es auch um die Frage geht, welche Rolle Kunst und Design in der Krise für die Gesellschaft spielen. Ein Projekt, das schon vor Beginn der Pandemie von Studierenden des Lehrgebiets Bühnenbild/Szenischer Raum angedacht wurde, ist die Schaufensterausstellung „Window Shopping“.

Die Hochschule für Gestaltung (HfG) beteiligt sich mit der Schaufensterausstellung „Window Shopping“, die bis 12. Juli in Geschäften in der Offenbacher City zu sehen ist, an dem Projekt „Geist der Freiheit -–Freiheit des Geistes“ der Kulturregion Frankfurt/Rhein-Main. Studierende erläutern heute von 17.30 bis 19 Uhr vor Ort ihre Arbeiten.

Die Ausstellung ist Teil der „HfG-Interventionen“. Sie ersetzen den traditionellen Rundgang, der wegen Corona abgesagt werden musste. Nähere Infos unter www.hfg-offenbach.de ags

In zehn Geschäften in der Innenstadt bietet sie die Möglichkeit, die Arbeiten von außen, also ohne Präsenz im Raum, zu besichtigen. Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Geist der Freiheit“ der Kulturregion Frankfurt/Rhein-Main mit dem Schwerpunkt „Kleidung, Freiheit, Identität“. Die künstlerischen Arbeiten beschäftigen sich mit Fragen zu Produktion, Material, Entwicklung und Bedeutung der Kleidung.

Magdalena Zeller, Projektleiterin von „Geist der Freiheit“, meinte, das Tolle am Thema Kleidung sei, dass sich ihm niemand entziehen könne. Das sieht auch Sabrina Bock so, die in einer Apotheke und einem Frisörsalon ihre Arbeiten zeigt. „Jeden Tag stellen wir uns die Frage, was ziehe ich heute an? Was und wer möchte ich heute sein?“

HfG-Studentin Hanna von Eiff sprach mit Blick auf die zehn Ausstellungsorte von einer Art Kunst-Schnitzeljagd. Einen Überblick über den Schaufensterparcours bieten ein Plan und Postkarten zu den Künstlerinnen und Künstlern, der vor den teilnehmenden Geschäften, im Rathaus und im Stadthaus ausliegt.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Frank Achenbach, Geschäftsführer von „Offenbach offensiv“ wiesen darauf hin, dass das Projekt bestens zum jüngst verabschiedeten Zukunftskonzept Innenstadt passe. Menschen kämen nicht in die Stadt, weil sie etwas brauchten. Sie wollten sich verzaubern lassen. „Und wer kann das besser als die Künstler“, meinte Achenbach.

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