Baugenehmigungen

Kreis Offenbach will Verfahren beschleunigen

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DIe Verwaltung arbeitetet an schnellerem Verfahren für Baugenehmigungen.

Der Kreis Offenbach will laut einer Mitteilung die Baugenehmigungsverfahren vor allem für Gewerbe beschleunigen. Hintergrund ist eine Veröffentlichung des Landes Hessen zur Dauer von Genehmigungsverfahren in den einzelnen Landkreisen und Städten. Laut dieser Zahlen dauerte es im Kreis Offenbach im vergangenen Jahr im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren durchschnittlich 115 Tage, bis Baugenehmigungen erteilt wurden.

Verfahren nach Paragraf 66 (Sonderbauten) dauerten noch länger. Laut Landrat Oliver Quilling (CDU) sind oft die Bauherren an der Verzögerung schuld. „Insgesamt müssen wir feststellen, dass inzwischen rund 60 Prozent der Bauanträge nicht korrekt eingereicht werden“, sagt Quilling. Dadurch vergehe wertvolle Zeit. Auch die gute Konjunktur führe zu einer längeren Verfahrensdauer, da die Auftragsbücher in Architektur- und Ingenieurbüros gut gefüllt seien.

Die Kapazitäten reichten oft nicht aus, um alle Aufträge fristgerecht abzuarbeiten. Für Quilling ist deshalb die „tatsächliche Bearbeitungszeit“ der Bauanträge entscheidend, die erst dann beginne, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen. Nach dieser Rechnung habe zum Beispiel die durchschnittliche Dauer für eine gewerbliche Baugenehmigung im Jahr 2018 lediglich 55 Arbeitstage betragen.

Digitalisierung soll helfen

Um die Verfahren zu beschleunigen, habe der Kreis als erste Aufsichtsbehörde in Hessen zum Jahresbeginn das Digitale Baugenehmigungsverfahren ELBA gestartet. Über ELBA können Unterlagen sofort übermittelt und der Stand des Verfahrens jederzeit eingesehen werden. Ziel sei es, dass gewerbliche Baugenehmigungen in 35 Arbeitstagen erteilt werden. jon

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