Offenbach

Jugendliche mischen im Parlament Offenbach mit

Die Stadt zieht Halbzeitbilanz beim Kinder- und Jugendparlament.

Die Hälfte der Arbeit ist getan. Deswegen zieht die Stadt Offenbach eine Halbzeitbilanz beim Kinder- und Jugendparlament (KJP), das bereits im November letzten Jahres zum elften Mal gestartet ist, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Im KJP versuchen die Kinder und Jugendlichen Antworten auf Fragen zu finden: Wie sollten Spielplätze gestaltet sein? Wie könnte das soziale Engagement aussehen? Wie lässt sich Müll in Parks vermeiden? Damit sie eben auch in der Stadt Gehör finden, gibt es seit 1998 das Kinder- und Jugendparlament. Zu Beginn dieses Jahres hatte die Kinderfraktion gemeinsam mit der Medienetage der KJK Sandgasse Spielplätze nach festgelegten Kriterien wie Erreichbarkeit, Sauberkeit und Ausstattung bewertet. Dazu interviewten sie die Mitarbeiterinnen vom Amt für Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement.

Wie die Stadt berichtet, ging es den Kindern vor allem darum, wie ihre Interessen und Wünsche bereits zu Beginn der Planung an berücksichtigt werden können. Denn schließlich muss das KJP bei der (Um-)gestaltung von Spielplätzen und der Auswahl neuer Spielgeräte in der Stadt beteiligt werden. Ein weiteres Thema für die Kinderfraktion ist das Rauchen und Wegschmeißen von Zigarettenstummeln an Orten, wo sich Kinder aufhalten und spielen. Daher haben die Delegierten im Sommer die „Fill the bottle“-Aktion beim Kinderfest im Leonhard-Eißnert Park organisiert. Ausgestattet mit Mundschutz und Handschuhen sammelten die Kinder Zigarettenstummel und klärten mit einem Infostand über die Folgen von weggeworfenen Kippen auf, wie beispielsweise die Verschmutzung des Grundwassers. Dem Thema Armut widmeten sich die Jugendlichen im KJP ebenfalls. Im letzten Winter informierten sie sich bei der Diakonie über Angebote für wohnungslose Menschen. Daraufhin beschlossen sie, in den Weihnachtsferien für die Besucherinnen und Besucher der Teestube in der Gerberstraße zu kochen.

Eines der Highlights dieses Jahres für die Jugendlichen war der Workshoptag „Nehmt uns ernst“, bei dem 100 Jugendliche der Geschwister-Scholl-Schule über die Themen „No Hate speech“, „Klimaschutz“ und „Artikel 13“. stn

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