Offenbach

Hilfe für Wildtiere in Offenbach

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Fuchswelpen, die gebadet wurden, Eichhörnchen die verletzt sind - viele Bürger wenden sich mit Fragen zum Umgang mit Wildtieren an die Stadtverwaltung. Die hat nun reagiert und ein Serviceportal mit Adressen und Tipps eingerichtet.

Die Stadt Offenbach hat auf ihrer Homepage eine Service-Seite eingerichtet, die über den Umgang mit verletzten Wildtieren informiert. Dort werden zudem wichtige Rechtsvorschriften und Verhaltensempfehlungen zusammengefasst sind.

Anlass ist die steigende Zahl von Anfragen von Bürgern. „Wir erhalten regelmäßig Anfragen von Bürgern zu Wildtieren“, sagt Monika Grimm, Leiterin des Veterinäramts. Meistens gehe es um verletzte Eichhörnchen oder Vögel im Garten. Im vergangenen Jahr wurden dem Amt zwei Fuchswelpen gemeldet, die aus dem Wald mitgenommen und anschließend gebadet wurden, weil sie gestunken haben, erzählt Monika Grimm.

Es sei auch schon vorgekommen, dass Bürger Tiere beim Veterinäramt abgeben wollten. „Leider können wir hier keine Tiere aufnehmen.“

Das Veterinäramt sei auch nicht die richtige Anlaufstelle, um ein verletztes oder totes Wildtier zu melden. Für Tiere, die unter das Jagdrecht fallen, sei der Jagdpächter zuständig. Ansonsten kann das Tier in eine Wildtierauffangstation gebracht werden.

Im Laufe dieses Jahres wird im Waldzoo eine offizielle Wildtierauffangstation eingerichtet, kündigt die Verwaltung an. Dort werden Wildtiere aufgenommen, versorgt und gegebenenfalls an spezialisierte Auffangstationen weitervermittelt.

Für Wildtiere in der Stadt ist die Untere Jagdbehörde zuständig, die beim Ordnungsamt eingegliedert ist. Sie kann bei Fragen kontaktiert werden.

Im Zweifel kann auch die Feuerwehr helfen. „Die Feuerwehr weiß, welches Tier unter das Jagdrecht fällt, und kann bei Bedarf den zuständigen Jagdpächter kontaktieren“, sagt Pietro Mereu, Abteilungsleiter der Unteren Jagdbehörde. 

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