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Packt seit zwölf Jahren regelmäßig bei der Lebensmittelausgabe in Sankt Marien an: Veronika Krause.

Offenbacher Tafel

Hilfe nach Wasserschaden bei Offenbacher Tafel

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Die Tafel braucht Unterstützung: Das Lager in der Neusalzer Straße in Offenbach ist bis auf weiteres nicht nutzbar. Und Fahrer werden gesucht. 

Über zu wenig Arbeit können sich die ehrenamtlichen Helfer der Lebensmittelausgabe nicht beklagen: Seit vergangene Woche durch einen Wasserschaden das Lager in der Neusalzer Straße bis auf weiteres nicht nutzbar ist, müssen täglich noch mehr Fahrten erfolgen, um Konserven, Brot, Obst oder Gemüse an Bedürftige zu verteilen.

Manche Ehrenamtliche arbeiten im direkten Kontakt mit den Tafelkunden, andere sind im Hintergrund tätig. Sie holen Lebensmittel ab, sortieren und bereiten alles für die Ausgabe vor. Eine von ihnen ist Veronika Krause. Die 79-Jährige gehört zum Team der Lebensmittelausgabe der katholischen Gemeinde Sankt Marien, die dreimal pro Woche von der Tafel die Lebensmittel zur Verfügung gestellt bekommt.

Früher hatte Krause selbst ein Lebensmittelgeschäft, sie weiß, wie die Waren zu lagern und welche hygienischen Vorschriften zu beachten sind. Backwaren wie Brezeln und Brötchen, die der Lebensmittelausgabe gespendet wurden, stellt sie zu Tüten für die Kunden zusammen. „Man muss immer schauen, dass die Waren so aussehen, dass man sie auch selbst noch nehmen würde“, sagt sie. Vor zwölf Jahren hörte sie von der Lebensmittelausgabe und beschloss, sich zu engagieren. Seitdem gehört sie zum Helferkreis.

Rund 25 Ehrenamtliche sind bei der Offenbacher Tafel aktiv und helfen, über 800 Haushalte die Woche zu versorgen. Eine wichtige Rolle nehmen dabei die Fahrer der drei Tafeltransporter ein: Sie fahren täglich Geschäfte, Supermärkte oder Unternehmen an und sammeln deren Lebensmittel- und Warenspenden ein.

Ein Knochenjob, wie Tafel-Chefin Christine Sparr unumwunden zugibt. „Man muss wirklich schwer heben und auch von 8 bis 13 Uhr die ganze Tour mitfahren können – wir können die Tour ja nicht unterbrechen.“ Doch gerade weitere Fahrer benötigt die Tafel. „Ich bin früher selbst mitgefahren auf der Tour“, sagt Rolf Widmann, der seit sechs Jahren mithilft. Inzwischen engagiert er sich bei der Organisation der Ausgabe, er trägt kistenweise Lebensmittel zu den Sortier- und Ausgabestellen. „Anpacken muss man schon, die Waren kommen nicht reingeflogen“, sagt er.

Sparr hofft, dass sich weitere Ehrenamtliche finden, die das Team bei der Tour zu den Spendern unterstützen. Denn die Not sei groß, Offenbach gehöre zu den ärmsten Tafel-Standorten Deutschlands. „Aber wer hier schwer mitanpackt, spart sich immerhin das Fitnessstudio“, sagt sie und lacht.

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