Offenbach

Häuser-Risse in Offenbach werden untersucht

  • schließen

Überall im Stadtgebiet von Offenbach sind Gebäude beschädigt. In vielen Fällen ist die Ursache unklar.

Die Stadt Offenbach hat eine Fachfirma beauftragt, die die Ursache für Setzrisse an Häusern untersuchen soll. Ausgewählt wird zunächst die Krafftstraße, teilt die Stadt mit. Ziel sei es, ein Ursachenprofil zu erstellen, um Lösungen für die Probleme zu finden.

Setzrisse kommen im gesamten Stadtgebiet vor. In einigen Fällen konnte die Ursache ermittelt werden, in anderen Fällen ist sie weiter unklar. Die Stadt weist Aussagen zurück, die Straßenbäume seien für die Austrocknung des Bodens und die dadurch hervorgerufene Setzrisse verantwortlich. In der Vergangenheit seien von der Stadt immer wieder Bäume entfernt worden, wenn der Nachweis erbracht worden sei, dass sie für das Problem verantwortlich waren, sagt der zuständige Dezernent, Paul-Gerhard Weiß (FDP). „Es gibt aber auch Fälle – wie in der Karl- und Krafftstraße – ,die sehr komplex sind und wo unterschiedliche Ursachen für die Setzrisse in Betracht kommen.“

Vorwürfen, die Stadt lasse die Hauseigentümer mit dem Problem allein, widerspricht Weiß. „Von Ignoranz kann keine Rede sein, alle nehmen das Thema sehr ernst.“ Die zuständigen Behörden seien seit November 2018 mit der Frage beschäftigt, wie fachlich fundiert reagiert werden könne. Die Experten in den Ämtern hätten Sorge, dass die Risse in den Gebäuden Eigentümer und Verwaltung künftig häufiger beschäftigen werden.

Möglicherweise wegen der zunehmenden Trockenheit der Böden gebe es aus verschiedenen Teilen der Stadt Rückmeldungen über Setzrisse. Eine pragmatische Lösung bestehe nach Auffassung aller Fachleute bei Stadt und der Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft ESO nicht im Abholzen von Bäumen, sagt Weiß. Vielmehr gelte es, die jeweils konkreten Ursachen zu ermitteln, zum Beispiel Boden- und Grundwasserverhältnisse sowie die baulichen Gegebenheiten, um eine dauerhafte Lösung für die Eigentümer zu finden.  

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare