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Das Theateratelier Bleichstraße sorgt mit Musik für gute Laune im Festtrubel.

Offenbach

Gedränge auf dem Offenbacher Mainuferfest

Vereine stellen sich in Offenbach mit vielen Aktionen  beim Mainuferfest vor.

Folkloretanz auf der Bühne, Guggemusik der Stadtgarde, Jonglieranleitung für Kinder oder ein Blitzschachturnier am Büsing-Palais: 117 Offenbacher Vereine, Initiativen Organisationen und Glaubensgemeinschaften haben sich am Samstag und Sonntag bei der 33. Auflage des Mainuferfests den Besuchern präsentiert. Der Besucherandrang war gerade am Samstag bei schönem Sommerwetter groß, etwa auf der „kulinarischen Meile“ auf der Mainstraße gab es teilweise kein Vorankommen mehr.

Das größte Fest der Stadt ist für die zahlreichen Vereine und Gruppen eine wichtige Möglichkeit, ihre Arbeit einem großen Publikum vorzustellen. Das Angebot reicht von Unterhaltung bis hin zu ernsten Anliegen. So stellt sich die Hospizbewegung den Fragen der Besucher oder die Ehrenamtlichen der Tafel zeigen, dass sie trotz aller Widrigkeiten wie des durch einen Wasserschaden unbrauchbar gewordenen Lagers im Einsatz sind.

Die Judokas des Judo-Clubs Samurai machten die Mainstraße zum Dojo.

Um Lebensmittel geht es auch beim Stand des Vereins Foodsharing Offenbach: Zwar ist der Kopfsalat schon etwas welk und der Brokkoli gelblich statt grün, doch finden gerettetes Gemüse, Obst und Backwaren reißenden Absatz. „Das ist alles noch völlig in Ordnung und essbar“, sagt Nico Hauser von Foodsharing. Rund 100 Kilo Lebensmittel lagen am Stand aus. „Die menge hier ist gerade einmal ein Zwanzigstel dessen, was wir in Offenbach pro Woche retten“, sagt er. So mancher Besucher ist fassungslos ob der gewaltigen Menge an Nahrung, die sonst weggeworfen würde.

Zur einer kleinen Kunstausstellung im Zelt hat die Seniorenhilfe geladen, an der Ecke Mainstraße / Herrnstraße hat wie jedes Jahr der Judo-Club Samurai Trainingsmatten ausgelegt. Unter Anleitung von Trainer Harald Zeman führen die Judokas Würfe vor und zeigen, wie das Training ausschaut. „Bei uns muss man erst einmal das richtige Fallen lernen“, sagt Zeman. Dass das gar nicht so einfach ist wie zunächst gedacht, merkt Cem. Der Achtjährige interessiert sich für Judo und verfolgt mit seinen Eltern die Vorführung. „Da will ich mitmachen“, steht für ihn fest.

Jonglieren leicht gemacht: Für Kinder gab es viele Mitmach-Aktionen auf dem Mainuferfest.

Während beim Ruderverein Miniatur-Hockey gespielt werden darf, können Kinder bei der Jugendkunstschule kreativ werden und ihr akrobatisches Geschick üben: Unter Anleitung werden Teller auf Stangen jongliert. Vor Bernard-Bau und Büsing-Palais ist wieder die Kulturmeile eröffnet, die Rhein-Main-Vokalisten singen oder junge Besucher dürfen beim Theaterclub Elmar Selfies von sich in Theaterkostümen machen.

Eifrig diskutiert wird am Stand der Stadtwerke, hier informiert Ulrich Lemke über die geplanten Fahrradstraßen. Wirklich überzeugt ist Ute Köhler davon nicht, aber dass das Projekt beim Fest vorgestellt wird, gefällt ihr. „Nur Essen und Musik wäre doch langweilig - so kann man sich auch mal den Puls hochtreiben“, sagt sie und lacht.

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