Ökosystem

Fischsterben im Weiher in Offenbach

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Die Stadt lässt tote Tiere einsammeln im Schultheisweiher und lebende in den Main setzen. Die Hoffnung ruht weiter auf den Aalen, die die Sumpfkrebse bekämpfen sollen.

Im Offenbacher Schultheisweiher hat es ein Fischsterben gegeben. Das teilt die Stadt mit. Ursache dafür sei das Zusammenspiel von extrem warmem Wasser, bedingt durch den niedrigem Wasserstand, sowie warmem Wetter mit absterbenden Wasserpflanzen und hohen Phosphorwerten. Es entwickeln sich Cyano-Bakterien, die den Sauerstoffmangel verschärfen. Seit 2017 befindet sich das Ökosystem des Weihers wie berichtet in einer schwierigen Lage. Auch der eingewanderte Sumpfkrebs trägt dazu bei.

Das Umweltamt habe nun – in Abstimmung mit der Oberen Fischereibehörde Berufsfischer beauftragt, die Fische einzusammeln und in den Main zu setzen, heißt es in der Mitteilung. Zudem habe das Regierungspräsidium angefragt, wohin die bisher von Angelverbänden entnommenen Fische gebracht wurden. Die Rumpenheimer Feuerwehr sammelt die toten Fische ein. Der Stadt sind weitestgehend die Hände gebunden. „Ohne Eingriff in den Nährstoffkreislauf lässt sich langfristig der See nicht retten“, sagt Heike Hollerbach vom Umweltamt. Durch die geringe Tiefe heize sich das Wasser schnell auf. „Wir können auch leider den Weiher nicht mit Frischwasser befüllen – abgesehen von den ungeheuren Mengen, die nötig wären , würde das meiste davon schnell wieder schwinden.“ Die mobile Sauerstoffbelüftung lohne sich kaum. Sauerstoff könne damit nicht bis an den Grund des Sees gelangen.

Die Hoffnung liegt weiter auf den Aalen, die gegen die Krebse im See ausgesetzt worden waren. Sie können Sauerstoff direkt aus der Luft atmen. „Wenn es gelingt, die Krebse zu reduzieren, wachsen wieder mehr sauerstoffproduzierende Wasserpflanzen, und der See kann sich erholen“, so Hollerbach. Für die anderen Fische sei der See bis dahin kein geeigneter Lebensraum.  

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