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Offenbach

E-Busse in Offenbach: Land und Bund müssen Förderung erhöhen

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Das arme Offenbach hat nicht genug Geld, um die gesamte Busflotte zügig zu elektrifizieren. Land und Bund müssen mehr Unterstützung leisten. Unser Kommentar zum Thema.

Rund 10 500 Fahrzeuge fahren täglich über den Brunnenweg, die Hauptstraße von Offenbachs Stadtteil Tempelsee. Vor zehn Jahren waren es noch 5 300. Dieser Vergleich zeigt, wie sehr es im Sinne der Gesundheit der Menschen vor Ort und der Umwelt nötig ist, dass die Stadt alles in ihrer Macht stehende dafür tut, damit die Luft nicht immer weiter verdreckt wird. Die ambitionierten Pläne zum Umstieg auf E-Busse weisen in die richtige Richtung. Aber: Wenn von der Offenbacher Rathauskoalition nun aus Kostengründen zwar E-Busse angeschafft, aber gleichzeitig das bestehende Busangebot ausgedünnt wird und der ÖPNV somit trotz wachsender Nutzung unattraktiver wird, ist das ein fatales Signal.

Da die Stadt kaum finanzielle Ressourcen hat, sind hier das Land Hessen und der Bund gefragt. Zusammen fördern sie die Offenbacher E-Bus-Pläne bereits mit über 13 Millionen Euro. Aus dem Hessischen Wirtschaftsministerium heißt es, die Bundesgelder seien geflossen, weil man sich für Offenbach eingesetzt habe. Trotz allem muss die Stadt aus Eigenmitteln immer noch 17,8 Millionen Euro für die Elektrifizierung eines Teils der städtischen Busflotte aufbringen. Das ist für eine vom Strukturwandel gebeutelte Kommune, der es an Steuereinnahmen fehlt, eine zu große Summe. Wenn auch arme Städte sauberer werden sollen, müssen die Fördergelder erhöht werden.

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