+
Die Pferde des Zircus Barelli dürfen nun doch auftreten.  

Offenbach

Bangen um Zirkusauftritt in Offenbach

  • schließen

Das Offenbacher Umweltamt verbietet die Nutzung von Wiesenflächen - doch ein Kompromiss ist schließlich doch noch möglich.

Beinahe wäre der Auftritt des Zirkus Barelli vom 31. Oktober bis 10. November in Offenbach gescheitert. Und das kam so: Weil die Stadt keine Plätze für Zirkusunternehmen hat, hatte Barelli ein Privatgrundstück gesucht. Und mit dem Clariant-Gelände im Stadtteil Bürgel auch gefunden. Ein Vertrag wurde geschlossen und die Genehmigung, zu plakatieren, eingeholt. Alles schien gut.

„Nur leider macht uns jetzt das Umweltamt der Stadt Probleme“, schrieb die Direktion am Sonntagabend in einer verzweifelten Mail an die FR. Der Zirkus sollte Zelte und Wohnwagen nur auf der Teerfläche aufstellen, aber nicht die umliegenden Wiesen nutzen dürfen. „Das würden wir gerne tun, aber der Teerplatz ist zu klein“, schrieb Timmy Spindler-Barelli. Das Umweltamt habe dem Zirkus sogar verboten, die Wiesenfläche zu betreten. „Aber wo sollen unsere Tiere hin? Die Ponys und Pferde können wir für diese Zeit doch nicht im Wagen lassen.“

Nach Angaben von Spindler-Barelli wurde dem Zirkus bei Zuwiderhandlung mit einem Verfahren gedroht. Das fände man sehr traurig. „Denn wir machen doch nichts Böses auf diesem Gelände. Wir wollen den Menschen doch nur Freude bringen.“ Zudem habe man schon einige hundert Tickets verkauft. „Wir haben jetzt ein Riesenproblem.“

Die Stadtverwaltung teilte auf FR-Anfrage mit, die Stadt verfüge über kein Ausweichgelände. Im Regionalen Flächennutzungsplan sei die Grünfläche als ökologisch bedeutsam ausgewiesen, sie sei mit der Renaturierung des Kuhmühlgrabens verknüpft. Aus diesem Grund könne nur die Asphaltfläche genutzt werden.

Trotzdem habe das Umweltamt ausnahmsweise zusätzlich eine als Schotterrasen gekennzeichnete Fläche für den Zirkus Barelli freigegeben. Die Direktion ist überglücklich über diese Entscheidung. Und darüber, dass das Gastspiel wie geplant stattfinden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare