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Am Kaiserlei hofft die Stadt Offenbach, in den kommenden Jahren viele Büroflächen zu vermieten.
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Am Kaiserlei hofft die Stadt Offenbach, in den kommenden Jahren viele Büroflächen zu vermieten.

Offenbach

Offenbach: Noch viel zu tun bei der Umsetzung des Masterplans

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Stadt Offenbach zieht eine positive Zwischenbilanz. Beim Wohnen geht es voran, bei der Gewerbeansiedlung warten noch große Herausforderungen. Doch Corona bremst.

Als die Stadt Offenbach vor fünf Jahren den Masterplan 2030 aufgelegt hat, war die Stimmung am Boden, erinnert sich Frank Achenbach. „Das hat sich geändert“, sagt der Geschäftsführer Industrie- und Handelskammer Offenbach (IHK) und Vorstand des Vereins „Offenbach offensiv“. Cool, kantig, sexy, unkonventionell sind die neuen Attribute, die die Stadt nun auch selbstbewusst nach außen trägt, um Unternehmen anzulocken.

„Es sind viele Dinge in der Pipeline“, sagt Planungs- und Baudezernent Paul Gerhard Weiß (FDP). Die Quartiere verändern sich, Stadtteile wie Bürgel und Bieber wachsen, das Nordend wird nachverdichtet. Gleichzeitig setzt die Stadt große Hoffnungen in den Umbau des Kaiserleis und den Designpark auf dem ehemaligen Clariant-Gelände. „Die Investoren wissen, woran sie bei uns sind. In den nächsten Jahren müssen wir viel stärker die Ernte einfahren“, fordert Weiß.

Das wird für die Stadt noch ein weiter Weg. Zum einen hat die Coronavirus-Pandemie vieles auf Eis gelegt. Die Unternehmen überlegen, wie sie sich aufstellen wollen. Brauchen sie noch so viel Bürofläche oder verlagern sie vieles ins Homeoffice? Der Kaiserlei-Umbau wird noch bis Ende des Jahres dauern und an der Stellplatzsatzung für das Gebiet wird noch gearbeitet. Viele Firmen haben ohne die Möglichkeit, nicht mehr Parkplätze für ihre Mitarbeiter:innen zu bauen, kein Interesse. Beim Designpark, wo irgendwann einmal Digitalunternehmen hinsollen, müssen erst einmal Altlasten beseitigt werden, und auch dort gibt wegen Corona noch keine konkreten Verhandlungen.

„Wir müssen Unternehmen ansiedeln und weiter mit Bund und Land streiten“, fordert Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD). Jede neue Koalition müsse einen Schwerpunkt auf die Unternehmensgewinnung legen. „Das ist die Kernherausforderung für die Stadt, und der Masterplan ist die Antwort darauf“, sagt er. Auch Weiß fordert, dass die neue Koalition auch ein „Masterplan-Bündnis“ sein sollte. Noch eine FDP-Avance mehr in Richtung SPD, eine Ampel-Koalition mit den Grünen anzustreben.

Beim Thema Innenstadt sieht Achenbach das größte Pfund darin, „dass wir schon Ideen haben“. Das Rathaus-Plaza in der Frankfurter Straße sowie die Umgestaltung der S-Bahnstation Marktplatz hätten der Stadt geholfen. Allerdings gebe es noch viel zu tun, warnte Achenbach und nannte die Umgestaltung des Hauptbahnhofs als Beispiel.

„Das ist kein Prozess, der nur in Ämtern stattfindet“, betonte Schwenke. Sondern einer, bei dem die Bürger:innen dauerhaft integriert werden. Die Stadt wird die Zwischenbilanz des Masterplans an alle Offenbacher Haushalte verteilen.

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