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Die Maschinen- und Metallwarenfabrik MATO wurde 2015 abgerissen - für Wohnungen. Foto: Monika Müller

Offenbach

Offenbach: Mehr Wohnen, weniger Industrie

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Die statistischen Berichte der Stadt Offenbach beschreiben einen Ort im Wandel. Nun liegen wieder neue Zahlen vor.

Die statistischen Berichte der Stadt Offenbach zeigen in Zahlen, wie stark und schnell sich die Stadt in den letzten Jahren gewandelt hat und weiter wandelt. Die FR hat ein paar interessante Aspekte aus dem jüngsten Vierteljahresbericht zusammengetragen, den die Stadt in der letzten Woche veröffentlicht hat – Stand der aktuellen Daten ist der 30. September 2019.

Bevölkerung: 139 487 Menschen lebten Ende September in Offenbach – das sind 2 010 mehr als zwölf Monate zuvor und satte 11 063 mehr als fünf Jahre zuvor. Diese Entwicklung liegt vor allem am Zuzug – aber nicht nur: 456 Geburten standen in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 281 Sterbefälle gegenüber (ohne „Ortsfremde“). Die Zahl der Kitaplätze stieg seit 2014 von 6679 auf 7428.

Migration: 63,2 Prozent der Offenbacherinnen und Offenbacher hatten im September 2019 Migrationsgeschichte. Fünf Jahre vorher – im September 2014 – lag der Wert bei 56,5 Prozent.

Arbeitsmarkt: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Offenbacherinnen und Offenbacher wächst, zuletzt lag sie bei 55 081. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Arbeitslosen. 6084 waren es Ende September – im Vergleich zu 7 191 fünf Jahre vorher. Die Quote liegt allerdings mit 9 Prozent immer noch deutlich höher als im Landesdurchschnitt (4,3 Prozent).

Industriestandort: Offenbach ist schon lange keine allzu bedeutende Industriestadt mehr. Und jedes Jahr sinkt die Zahl der Menschen, die dort im verarbeitenden Gewerbe tätig sind: Lag deren Anzahl im September 2014 noch bei 5380, waren es fünf Jahre später nur noch 3880 – Tendenz weiter fallend.

Grundsteuereinnahmen: In den ersten neun Monaten der Vorjahre nahm die Stadt stets zwischen sechs und acht Millionen Euro durch die Grundsteuern A und B ein. Im aktuellen statistischen Bericht zeigt sich nun, wie sich die umstrittene Erhöhung der Grundsteuer B Anfang des Jahres 2019 auswirkt: Statt bei 6,6 Millionen Euro (01 bis 09/2018) lagen die Einnahmen von Januar bis Ende September 2019 nun bei 36,5 Millionen Euro.

Todesursachen: Krankheiten des Atmungssystems sind in den letzten Jahren in Offenbach deutlich präsenter geworden. Sie haben sich als Todesursache verdreifacht auf 89 Todesfälle pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Hessen lag der Anstieg bei 50 Prozent und deutschlandweit bei 40 Prozent.

Mehr Zahlenzu Offenbach gibt es hier: www.offenbach.de/statistik.

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