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Die Deiche am Mainufer werden künftig von Stahlspundwänden ausgestattet, die bis zu acht Metern in den Boden gedrückt werden.
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Die Deiche am Mainufer werden künftig von Stahlspundwänden ausgestattet, die bis zu acht Metern in den Boden gedrückt werden.

Offenbach

Offenbach: Maindeiche werden für Hochwasserschutz ertüchtigt

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) übergibt der Stadt Offenbach einen Förderbescheid. Das Land trägt zwölf der 19 Millionen Euro Kosten, die der Umbau kosten wird. Die Bauarbeiten beginnen im Sommer 2022.

Im Januar 2011 liefen der Main und viele Bäche in Offenbach aufgrund des Tauwetters über. Der 5,50 Meter breite Durchgang vom Main zum Isenburger Schloss musste mit Sandsäcken und Wänden geschlossen werden, um die Mainstraße vor einer Überflutung zu schützen. Um die Stadt vor dem sogenannten 200-jährlichen Hochwasser zu schützen, werden ab Sommer kommenden Jahres die Winter-Maindeiche ertüchtigt. 19 Millionen Euro kostet das Vorhaben, die Stadt Offenbach zahlt sieben, das Land Hessen zwölf Millionen Euro. Die erste Charge in Höhe von sechs Millionen übergab die Hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) an Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP). Der Rest folgt Anfang 2022.

Der erste Abschnitt in Rumpenheim soll im nächsten Sommer umgebaut werden. Die aufwendigsten Arbeiten betreffen den Teil des Deichbauwerks zwischen der Carl-Ulrich-Brücke und dem Innovationscampus. Dort wird zwischen 2023 und 2024 gebaut. Den Hochwasserschutz wird dann eine mit Sandstein verkleidete Stahlspundwand übernehmen. Sie wird acht bis zehn Meter tief entlang des 2,6 Kilometer langen Deichbaus in den Boden eingedrückt und ragt dann zwischen zwei und drei Metern raus.

Der Hohlraum zwischen der bestehenden Mauer und der Wand wird verfüllt. Anschließend werden Wand und Mauer mit einer Abdeckung versehen. Im Innenstadtbereich wird das Deichtor an der Schloßstraße von derzeit 5,50 Meter auf 15 Meter verbreitert und von 2,20 Meter auf 2,50 Meter erhöht. Ursprünglich war sogar mal eine Verbreiterung auf 90 Meter vorgesehen. Die Idee wurde jedoch aus Sicherheitsgründen wieder verworfen. Zudem wird in Höhe der Herrnstraße eine barrierefreie Rampe zur oben gelegenen Deichpromenade entstehen, außerdem eine öffentliche Toilettenanlage. Rund 50 Prozent der Bäume in dem Bereich müssen für die Arbeiten gefällt werden, die gleiche Anzahl soll aber wieder neu gepflanzt werden. „Wenn es im Winter viel regnet und Tauwetter hinzukommt, treten Bäche und Flüsse über ihre Ufer. Auch die Klimakrise hat uns in diesem Sommer hier in Offenbach gezeigt, wie wichtig die Prävention vor Überschwemmungen und Starkregen ist“, erklärte Hinz. Im Sommer hielt die Kanalisation den Wassermassen des Starkregens nicht stand, zahlreiche Keller und Straßen standen unter Wasser. „Wir können Hochwasser letztlich nicht verhindern, aber wir unterstützen die Prävention“, so Hinz.

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