+
Christine Buchholz vor dem Offenbacher Büro der Linken.

Kopftuchverbot

Offenbach: Linke teilt Kritik an OB Schwenke

  • schließen

Die linke Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz unterstützt eine Beschwerde gegen OB Felix Schwenke zum Thema Kopftücher im öffentlichen Dienst.

Die Diskussion um das Tragen von Kopftüchern in der Offenbacher Stadtverwaltung zieht Kreise. Nun hat sich die Bundestagsabgeordnete der Linken für dem Wahlkreis Offenbach, Christine Buchholz, zu Wort gemeldet. Sie unterstützt die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen OB Felix Schwenke (SPD), die der ehemalige Offenbacher Antidiskiminierungsbeauftragte Wilfried Jungbluth beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht hat.

Jungbluth kritisiert, dass Kopftuchträgerinnen im Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration keine Chance auf Anstellung hätten – da dort ein „striktes Kopftuchverbot“ gelte. Schwenke hatte er vorgeworfen, nichts gegen diese „rechtswidrige Praxis“ zu tun.

Die Beschwere sei „besonders in einer multikulturell geprägten Stadt wie Offenbach berechtigt und wichtig“, so Buchholz. Die linke Stadtverordnete Marion Guth sagt: Wer keine Frauen mit Kopftuch einstelle, verweise sie „an den heimischen Herd“ und schaffe „das Gegenteil von Integration“.

Schwenke hatte sich am Mittwoch gegen die Kritik gewehrt: Er habe ein Rechtsgutachten beauftragt, das dann als Leitlinie an die städtischen Angestellten gegangen sei. Darin wird abgewogen, wann ein Kopftuchverbot zulässig sein kann – und wann nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare