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Corona

Offenbach: Kita und Lehrerin fordern mehr Schutz

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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In einem offenen Brief kritisiert eine Krippe aus Offenbach die „großzügige“ Definition der Notbetreuung. Auch die Öffnung der Förderschule kann eine Lehrerin nicht nachvollziehen.

Eine private Offenbacher Krippe, die nicht namentlich genannt werden möchte, hat in einem offenen Brief die Bundesnotbremse kritisiert und Schutz für die Erzieherinnen und Erzieher gefordert. „Im April 2021 zog die Stadt Offenbach nach einer Inzidenz von 261 und 27 Coronainfektionen bei Kindern berechtigterweise die Reißleine“, heißt es.

Es wurde ein Betretungsverbot verhängt und eine Notbetreuung nur für die Eltern angeboten, deren Eltern beide berufstätig und mindestens ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf tätig ist. Nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes vom 23. April dürfen Eltern, die beide berufstätig sind, Alleinerziehende sowie Schüler:innen und Studierende ihre Kinder in die Kindertagesstätten schicken. „Die großzügige Erweiterung der Definition von ,Notbetreuung‘ wird dazu führen, dass die Kitas, nach unseren Erfahrungen aus dem Winter 20/21 und unserem Wissen über die familiären Situationen unserer Kinder und Familien, trotz angeblicher Einschränkungen im Normalbetrieb laufen wird“, kritisieren die Erzieher:innen.

Sie beklagen, dass sie sich trotz Auflagen und Hygienekonzepten nur schwer vor eventuellen Ansteckungen schützen könnten, da bei sechs Monate bis drei Jahre alten Kindern „Abstand weder möglich noch sinnvoll“ ist. Zwar haben einige die Erstimpfung bereits erhalten, und eine Maske gehöre für die Erwachsenen zum Alltag, „aber angesabbert werden und häufig angeniest zu werden auch!“ Die Erzieher:innen fühlen sich „verarscht und im Stich gelassen“.

Ihren Unmut über die Öffnung der Förderschulen hat eine Lehrerin der Fröbelschule in Offenbach in einer Zuschrift an die FR kundgetan. „Warum werden die Förderschulen nicht den anderen Schulen gleichgestellt? Offenbach hat hessenweit seit Wochen die höchsten Infektionszahlen, und da öffnet man eine Schule, in der behinderte Schüler unterrichtet werden“, schreibt die Lehrerin, die anonym bleiben möchte. Zwar würden die Schülerinnen und Schüler zwei Mal in der Woche getestet und diejenigen, bei denen das nicht klappt, würden nach Hause geschickt. Aber da sie den Schüler:innen nah sein müsse, könne sie gar keine Abstände einhalten.

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