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Offenbach

Offenbach kämpft um Fachkräfte

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Stadt hat ein Personalkonzept bis 2025 vorgelegt. In den kommenden vier Jahren müssen 220 Angestellte in der Verwaltung ersetzt werden, die in den Ruhestand gehen.

Personal gewinnen, binden und entwickeln. Das sind die drei Schwerpunkte des Personalkonzepts 2025, das die Stadt Offenbach aufgelegt hat. „Das ist eine Reaktion auf den demografischen Wandel und den Kampf um gute Köpfe im Rhein-Main-Gebiet“, sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD). In den kommenden vier Jahren werden rund 220 der 1200 Mitarbeiter:innen die Stadtverwaltung verlassen, weil sie in den Ruhestand gehen, darunter auch viele Führungskräfte. Nicht berücksichtigt sind die Angestellten, die sich aus anderen Gründen umorientieren. Deshalb ist das Konzept langfristig ausgelegt, um proaktiv auf den Markt zu gehen.

„Wir machen seit 20 Jahren einen Personalbericht. Bislang hat uns der Blick nach vorne gefehlt“, sagt Thomas Heberer, Leiter des Personalamts. Die größten Probleme, um Fachkräfte zu gewinnen, hat die Stadt im Baubereich. Durch die zahlreichen Projekte im Rhein-Main-Gebiet gibt es große Konkurrenz aus den Städten, aber auch aus der Privatwirtschaft, die in den meisten Fällen besser bezahlt. „Es ist auch schwierig, medizinisches Personal zu finden“, sagt Heberer. Geeignete Betriebsmediziner:innen sogar ein „Ding der Unmöglichkeit“ in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Im Zuge der Digitalisierung in allen Bereichen der Gesellschaft werde es auch im IT-Bereich einen großen Wettbewerb geben, betont Schwenke.

Durch den Ausfall von Messen ist der Zugang zu neuen Auszubildenden schwieriger geworden. Digital würden die Angebote nicht so wahrgenommen wie im persönlichen Gespräch, erklärt Heber. „Wir haben im Moment mehr Ausbildungsplätze im Angebot als Nachfrage.“ Vierzig Azubis hat die Stadt Offenbach aktuell, kürzlich hat die Stadtverordnetenversammlung weitere 30 Stellen bewilligt.

Ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren, um mehr Angestellte mit Migrationshintergrund einzustellen, hält man in der Stadt für wenig zielführend. „Was wir brauchen, ist interkulturelle Kompetenz“, sagt Schwenke. In jeder Stellenausschreibung gebe es ein offensives Bekenntnis dazu, dass sich die Bevölkerung auch in der Verwaltung widerspiegeln solle. Eine genaue Zahl gibt es aber nicht.

Das Corona-Jahr hat die Stadt genutzt, um die Digitalisierung voranzutreiben. „Bei fast allen Ämtern kann man sich jetzt online bewerben“, sagt Schwenke. Zudem würden alle Mitarbeiter:innen nach und nach mit der notwendigen Hardware ausgestattet. Dazu gab es sogar einen Magistratsbeschluss. Größte Priorität für den OB: die Attraktivität eines städtischen Jobs hervorzuheben. „Wir haben das Jobticket, was es ab nächstem Jahr kostenlos geben wird. Wir helfen bei der Wohnungs- und Betreuungssuche. Und wir bilden unsere Fachkräfte fort“, erklärt Schwenke.

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