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Die weiblichen Stadtverordneten von SPD, Grünen, FDP, CDU, Linken und OfA haben sich für den Antrag zusammengeschlossen.
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Die weiblichen Stadtverordneten von SPD, Grünen, FDP, CDU, Linken und OfA haben sich für den Antrag zusammengeschlossen.

Offenbach

Offenbach: Junge Mädchen und Frauen in die politische Welt einführen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Stadtverordneten in Offenbach beschließen ein Mentoring-Programm, um mehr Mädchen und junge Frauen für Politik zu begeistern. Ab Mitte 2022 soll es starten.

Die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung ist nach der Kommunalwahl im März jünger und weiblicher geworden. 32 der 71 gewählten Vertreterinnen und Vertreter sind Frauen. Die SPD stellt mit Hibba Kauser - sie ist 22 Jahre alt - die jüngste Stadtverordnete. Jünger ist nur Maximilian Winter (19 Jahre, Junges Offenbach). Helena Wolf (SPD) ist mit 24 Jahren im Sommer zur jüngsten Fraktionsvorsitzenden überhaupt gewählt worden. Die Linken sind die einzige Fraktion mit mehr weiblichen (vier) als männlichen (zwei) Stadtverordneten.

Trotzdem wollen die Frauen der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung, dass sich noch mehr junge Frauen in der Politik engagieren, und dass sich das Verhältnis zu den Männern, die 39 Abgeordnete stellen, irgendwann ausgleicht oder umkehrt. In einem gemeinsamen Haushaltsänderungsantrag von Grünen, CDU, OFA, FDP, Linke und SPD wurde daher ein Programm für mehr „Empowerment durch politisches Mentoring für Mädchen und junge Frauen in Offenbach“ auf den Weg gebracht.

Zu Sitzungen mitnehmen

Mitte kommenden Jahres soll es mit einem Budget von 3000 Euro an den Start gehen. Das Konzept wird im Stadtverordnetenbüro ausgearbeitet, und das Programm wird auch dort angesiedelt werden. „Frauen sind immer noch unterrepräsentiert in der politischen Landschaft. Das ist ein Zustand, den wir so nicht mehr hinnehmen können oder wollen“, erklären die Initiatorinnen.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in Offenbach, Inga Halwachs, freut sich über die Initiative: „Die Mädchen von heute sind die Gestalterinnen der Gesellschaft von morgen.“ Das Mentoring-Programm soll interessierte Frauen und Mädchen mit Politikerinnen zusammenbringen. Es sollen Begegnungen geschaffen werden.

„Darüber hinaus wollen wir Mentorinnen für junge Frauen und Mädchen sein, wir wollen sie in die politische Welt einführen, zu Sitzungen und ins Parlament mitnehmen, sie mit Workshops unterstützen und empowern, damit sie in fünf Jahren selber für die Wahl kandidieren oder in anderen politischen Bereichen aktiv werden können“, erklären die Frauen.

Sie verbinde, dass sie als Frauen diskriminierende Verhaltensweisen oder Kommentare erleben – in der Gesellschaft, aber auch in der Politik. „Aber wir erleben auch, wie stärkend es sein kann, wenn wir als Frauen zusammenstehen und uns gegenseitig ermutigen. Wir machen deshalb gemeinsam den Beginn in die richtige Richtung“, sagen die Initiatorinnen.

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